RE: Eingangshalle - Nasty Blake - 12.09.2015
Why do you smile like you've been told a secret?
SANTANA CHRISTINGTON & NASTY ANGELOI
24. JUNI 1998 | vormittags Nasty enging der eindeutig ängstliche Blick ihres Gegenübers auf das Inquisitionskommando- Abzeichen natürlich nicht und ihr Grinsen wurde dadurch noch breiter. Selbst die zunächst widerspenstige Antwort auf ihre Frage erschütterte die Slytherin nicht, denn was danach folgte, waren eindeutig die Rechtfertigungen einer schuldbewussten Schülerin. Ihr schien zwar noch nicht ganz klar zu sein, was genau Nasty in der Hinterhand hatte, aber allein ihre Anwesenheit versetzte die Ravenclaw in Alarmbereitschaft. Gut so. Und den Rest würde sie jetzt nur allzu schnell auch erfahren! „Natürlich geht mich das nichts an, was du Zuhause so treibst.“, versuchte Nasty ihr Gegenüber zunächst noch in Sicherheit zu wiegen, auch wenn das Blitzen in ihren Augen im Gegensatz zu ihren Worten stand. „Und der Antrag war auch in Ordnung. Auch wenn ich mich frage, was eine so wichtige Familienangelegenheit ist, dass sie nicht bis zu den Ferien warten kann.“ Nasty tat so, als ob sie ernsthaft überlegen würde. Dann winkte sie ab. „Aber das geht mich ja auch nichts an, richtig?!“ Wieder war da dieses hämische Grinsen und sie wartete eigentlich nur auf einen Kommentar diesbezüglich.
„Achja, es geht mich aber sehr wohl etwas an, wenn die Sicherheit der anderen Schüler gefährdet ist, weißt du. Diese Erlasse sind ja schließlich genau dafür da, habe ich Recht?!“, plauderte Nasty weiter und ließ Santana dabei immer noch im Unklaren darüber, worauf sie eigentlich hinaus wollte. Das würde sich jetzt schnell ändern, denn der geduldigste Mensch war sie selbst beim Schikanieren nicht. „Doch ich fürchte, die Erlasse erfassen leider nicht immer alle Sonderfälle, so wie du einer bist.“ Nasty schaute die Ravenclaw beinahe mitleidig an. „Deshalb erweitere ich den Sicherheitserlass Nummer 7 speziell für dich, so dass dir Annäherungen auch zu anderen Mädchen auf weniger als 50cm nicht erlaubt ist.“ Jetzt folgte erst einmal eine Kunstpause, in der Santana sicher klar werden würde, worauf Nasty hinaus wollte. Aber zu einer Schimpftirade, dass ihr das sicher nicht erlaubt war, ließ sie ihr dann doch nicht genug Zeit. „Wir wollen ja schließlich nicht, dass du andere unschuldige Schülerinnen und Schüler mit deiner… Neigung ansteckst oder belästigst, nicht wahr?!“ Nasty fiel es schwer, sich dabei ein gemeines Lachen zu verkneifen. Aber im Prinzip war sie ja noch nett geblieben, schließlich musste man eine solche Abart sofort aus den Mädchenschlafsälen ausquartieren! Nicht auszudenken, wenn sie die anderen Mädchen dort oder in den Duschräumen belästigte.
- Léa Dearborne - 12.09.2015
just another kind of wrong
GINNY UND LÉA
GEGEN ABEND AM 22. JUNI 1998
Léa war in letzter Zeit nicht allzu gesprächig. Zuvor hatte sie das Gefühl gehabt, dass all die Eindrücke, all die gegensätzlichen Argumente, all das, was in ihrem Kopf einfach nicht vereinbar schien... sie erdrückte. Mittlerweile... seitdem sie ihre Mutter beerdigt hatte... schien das Gefühl überhand zu nehmen, einfach etwas betäubt zu sein. War sie nicht. Aber es fiel ihr schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Es war nahezu unmöglich. Sie suchtete förmlich nach Ablenkung - doch solange sie eine hatte, schien sie bereits den Moment zu fürchten, in dem diese Ablenkung wieder der Vergangenheit angehörte. Entsprechend unschlüssig sah sie den Ferien entgegen. Sie war froh, endlich aus diesem Hogwarts herauszukommen, in dem einfach alles falsch und sie so schrecklich machtlos war. Doch nach Hause zurück zu kehren? Wenn sie daran dachte, wurde sie nervös. Mit ihrem Vater zu sprechen. Nicht mit ihm zu sprechen. Sich an zu viele Dinge zu erinnern, die sie mit ihrer Mutter erlebt hatte. Léa atmete tief durch als ihr auffiel, dass sie bereits wieder zu sehr daran dachte. Die Welt um sie herum ausblendete.
So auch Ginny. Die Rothaarige konnte den Ferienbeginn kaum noch erwarten und Léa konnte sie gut verstehen. Wäre ihre eigene Schwester keine Todesserin gewesen, wäre es ihr vielleicht auch nicht so schwer gefallen, sich ein wenig auf die Familie zu freuen. Doch so war Oceanne nur ein weiteres der Puzzleteile, die Léa einfach zu keinem harmonischen und friedlichen Gesamten verbinden konnte. Sie schnaubte ein wenig unwirsch und fuhr sich durch die Haare. Sie musste aufhören, ständig in ihre Gedankenwelt abzudriften. Ginnys Vorfreude und Normalität in diesem Augenblick halfen da eindeutig weiter. Léa lächelte ein wenig dankbar vor sich hin - bis sie letztlich vor dem Aushang zu stehen kamen. Léa hatte schon zuvor etwas Beschwichtigendes sagen wollen angesichts Ginnys Zuversicht. Immerhin waren die Teams aufgelöst worden. Auch, wenn Ginny eindeutig recht hatte und Gryffindor es verdient hatte... Léa hatte schon geahnt, dass das nicht so einfach werden würde.
Sie legte Ginny beruhigend eine Hand auf die Schulter. "Ahm... vielleicht ist das so ein Spannungsbogen?", schlug sie vor. Mit wenig Überzeugung. "So wie bei Dumbledore... ist schon alles dekoriert und im letzten Moment... okay, nein, ich weiß, das ist Quatsch. Aber lass dich jetzt bloß nicht dazu hinreißen, der ollen Angeloi an die Gurgel zu springen, Ginny!" Léa drehte ihre Freundin bestimmt an den Schultern gefasst zu sich herum und sah ihr mit einem mahnenden Blick in die Augen. "Ginny! Du weißt, wer die beste Mannschaft ist. Mach keinen Blödsinn! Wir sind so gut wie hier raus!" Léa ließ die Worte kurz wirken... und überlegte dann, ob das nicht sogar eher ein Argument FÜR einen schnieken Anschlag auf das bescheuerte Kommando.
- Santana Crishington - 12.09.2015
i’m not supergirl
nasty angeloi & santana crishington
24. Juni 1998 | vormittags | eingangshalle
Die Ravenclaw merkte, wie ihr immer weiter das Herz in die Hose rutschte. Nasty ließ bei Ana die Alarmglocken losschrillen, obwohl es augenscheinlich bisher keinen Grund dazu gab. Natürlich hatte Nasty diesen hinterlistigen Blick, aber welcher Slytherin hatte den nicht? Ana fiel da niemand ein und so wunderte es sie nicht. Einzig, dass Nasty im Inquisitionskommando war und Ana auf der Abschussliste vermerkt war, bereitete ihr Sorgen. Anas Herz raste und sie fokussierte Nasty mit ihrem Blick. „Wenn der Antrag in Ordnung war und dich meine Angelegenheiten nichts angehen…“ Santana nahm ihren Mut zusammen und atmete zischend die Luft aus. „Warum stehst du dann noch hier?“ Ana bereute sogleich, was sie gesagt hatte, denn auch dafür konnte sie schon wieder heftigen Ärger bekommen. Sie stellte sich so immerhin gegen das Inquisitionskommando! „Also, bei aller Liebe… es geht dich nichts an, was es für einen Notfall in meiner Familie gab. An meinem Antrag war nichts auszusetzen und Snape hat ihn mir genehmigt… da musst du also nichts mehr prüfen.“ Santana bemühte sich sehr um einen ruhigen Tonfall und eine lässige Körpersprache. Ganz gelingen wollte ihr das allerdings nicht.
„Was redest du da?“ Santana verstand die Welt nicht mehr. Nasty hatte doch behauptet, dass alles okay war! Gegen welche Erlasse hatte Ana denn verstoßen und warum gefährdete sie die Sicherheit von irgendjemandem? War sie geschlafwandelt und hatte dabei jemanden im Schlaf verflucht? Hallo? Nasty tickte doch nicht mehr richtig – gut, dass sie keine Gedanken lesen konnte! Ana schnaubte auf und schüttelte den Kopf. „Wieso Sonderfall? Rede doch mal Klartext jetzt!“ Die Ravenclaw hob ungeduldig eine Augenbraue. Ihr Herz pochte so schnell, dass sie befürchtete, dass es bald rausspringen würde. Da war etwas so hinterhältiges und böses in Nastys Blick, dass es Ana die Sprache verschlug. Irgendwas stimmte hier ganz und gar nicht, aber noch wusste Ana nicht, was. Sie dachte nicht mehr daran, was sie in dem Brief an Octavia geschrieben hatte und dass das Inquisitionskommando das hatte lesen können. Das war auch zu lange her… irgendwie.
Es dauerte dann jedoch nicht mehr lange, bis der Groschen fiel. Ana rutschten sämtliche Gesichtszüge runter und ihr Herz hörte für einige Sekunden auf zu pochen. „Bitte?“, kam es schrill aus ihrem Mund heraus. Die Dunkelhaarige erinnerte sich daran zu atmen, bevor sie weiter reden konnte. „A-also… was genau meinst du damit? Wieso wird der Erlass e-erweitert? W-was und w-warum, also…?!“ Ana stockte und schüttelte fassungslos den Kopf. „Und wieso m-muss das auf Mädchen verschärft werden? Mir entgeht da der… der Sinn.“ In ihrem Kopf herrschte Chaos. Es konnte doch unmöglich sein, dass Nasty von allem wusste? Woher? Sie konnte nicht von dem Kuss mit Daria wissen. Oder generell von diesen Gefühlen. „Welche Neigung verdammt? Wovon redest du?“ Irgendwie wusste Santana das genau, aber sie wollte das nicht wahrhaben. An den Brief dachte sie noch immer nicht. Das alles ergab keinen richtigen Sinn in ihrem Kopf. Daria würde doch auch nicht plaudern und auch Ana selbst hatte es doch niemandem erzählt!
- Nasty Blake - 13.09.2015
Why do you smile like you've been told a secret?
SANTANA CHRISTINGTON & NASTY ANGELOI
24. JUNI 1998 | vormittags War es nicht schön, wie leicht manche Schüler zu provozieren waren? Bei einigen reichte offenbar schon die alleinige Anwesenheit eines Mitglieds des Inquisitionskommandos, um sie auf die Palme zu bringen und Santana schien eine davon zu sein, auch wenn sie sich große Mühe gab, das zu verbergen. Nastys hämisches Lächeln brach nicht ab, auch wenn sie auf diese unverschämten Worte nur zu gerne etwas erwidert hätte. Aber sie war ja nicht hier, um ihr wegen eines nichtigen Widerstandes gegen die „Staatsgewalt“ Punkte abzuziehen oder ähnliches. Sie wollte ganz andere Geschütze auffahren und beließ es deshalb bei einem warnenden „Pass auf, mit wem du hier redest, Christington!“ Doch ihr war offensichtlich selbst schon klar, dass sie sich damit auf dünnes Eis begab, was der Slytherin nur wieder ein genugtuendes Lächeln auf die Züge zauberte. Recht so, die Schüler mussten wissen, wo ihr Platz war. Und Santanas Platz war nach dieser Offenbarung in dem Brief ganz weit unter dem Dreck ihrer Schuhsohlen.
DAS schien der Ravenclaw allerdings noch nicht ganz aufgegangen zu sein. Und dabei hatte Nasty immer gedacht, dass dieses Haus für Intelligenz und schnelle Auffassungsgabe stand. Doch in letzter Zeit bewiesen immer mehr Angehörige dieses Hauses (zuletzt nämlich ihr Bruder), dass dem offensichtlich nicht so war. Nasty schnaubte hönisch und erklärte so geduldig wie es ihr möglich war –und natürlich entsprechend abschätzig- was Sache war. Und dabei war sie doch SO nett und legte die eigentlichen, abartigen Tatsachen hier in der öffentlichen Eingangshalle nicht direkt auf den Tisch. Aber Santana stellte sich offenbar extra dumm, um der Sache irgendwie zu entgehen. Das war nicht nur schade, sondern auch irgendwie unlustig. Nasty hatte sich da mehr Gezeter und Geschimpfe erhofft, eine Diskussion, Geheule oder vielleicht sogar einen Übergriff, damit sich die Ravenclaw auch noch schön selbst in die Scheiße ritt. Das Gestottere und Dummgestelle war da wirklich langweilig, auch wenn sich die Slytherin immerhin daran ergötzen konnte, das Mädchen so richtig aus der Fassung gebracht zu haben. Ein entsprechend selbstgefälliges Grinsen legte sich nun auf die Züge der blonde Hexe, als sie Santana von oben herab betrachtete.
„Soll ich wirklich deutlich werden? Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass ihr Ravenclaws tatsächlich so schwer von Begriff seid.“ Jetzt war es Nasty, die den Kopf schüttelte, ehe sie ganz nah an Santana herantrat. „Ich meine natürlich deine abartige Neigung, Mädchen zu küssen.“, zischte sie der Anderen dabei angewidert ins Ohr. Beim Zurücklehnen warf sie ihr einen scharfen, vieldeutigen Blick zu: Sie wusste Bescheid und sie würde nicht davor zurückscheuen, es öffentlich zu machen. Weder in der Schule, noch vor Santanas Vater. Nasty hob abschätzig die Augenbrauen und implizierte damit eine simple Frage: Alles verstanden?
- Santana Crishington - 13.09.2015
i’m not supergirl
nasty angeloi & santana crishington
24. Juni 1998 | vormittags | eingangshalle
Jetzt war es aus. Endgültig. Santana wich sämtliche Farbe aus dem Gesicht, als Nasty dann aussprach, was Ana sich doch schon irgendwie gedacht hatte. Nasty wusste tatsächlich von dem Kuss. Das war eine ausgewachsene Katastrophe. In Santanas Kopf fing es an zu arbeiten: Sollte sie nun alles abstreiten und behaupten, es wäre nur ein Bussi unter besten Freunden gewesen? Vermutlich gab es aber keine Chance, dass Nasty das schluckte. Ana war geliefert. Ihr Leben war aus! „Das…“, setzte sie an, doch ihr versagte die Stimme. Verdammt, verdammt, verdammt! Was sollte sie jetzt nur machen?
Ana reckte ihr Kinn in die Luft und atmete tief ein und aus, um sich nun zu rechtfertigen. „Das ist keine abartige Neigung.“ Wenn sie doch jetzt nur wüsste, was sie in dem Brief genau geschrieben hatte! Dann hätte sie vielleicht noch eine gute Lüge drum herum bauen können. „Daria ist meine beste Freundin und außerdem habe ich einen Freund. Jamie Franklin.“ Oh verdammt, durfte sie überhaupt einen haben hier? Oder gab das nun auch wieder Ärger? Bei all den Erlassen war es schwierig den Überblick zu wahren. Zudem war er auch noch aus einem anderen Haus und das war doch auch wieder problematisch laut Erlass was-auch-immer! Aber gerade war wohl alles besser, als eine L… Selbst in Santanas Gedanken wollte sich dieses Wort nicht formen. Lesbe. Ana kniff kurz die Augen zusammen, ehe sie sich nun ganz fing und ihre Stimme wieder erhob. „Du weißt ja offensichtlich, dass wir uns geküsst haben, beziehungsweise, dass ich sie geküsst habe. Dazu gibt es auch eine ganz einfache Erklärung…“ Und die lautete?! Jetzt sollte Ana besser ganz schnell was mehr oder minder Sinnvolles einfallen. „Es geht dich ja eigentlich nichts an und ich weiß, dass das gegen Erlasse verstößt, aber so unter Frauen gesagt: Ich habe noch nie jemanden geküsst und jetzt bin ich das erste Mal richtig verliebt – in einen Jungen.“ Warum kamen die Lügen immer dann so schwer, wenn man sie am meisten brauchte? Anas Herz raste wie verrückt. „Ich kann unmöglich unvorbereitet in eine Liebe reingehen und da Daria meine beste Freundin ist und sie eben schon mehr Erfahrung hat, habe ich sie geküsst, um mal zu erfahren, wie das ist. So einfach ist das.“
Da hätte der Ravenclaw eigentlich was Besseres einfallen müssen. Aber es war eben nicht so gekommen und jetzt, wo diese miserable Lüge raus war, war auch Anas Kraft am Ende. Sie spürte, wie sich Tränen in ihren Augen sammelten und das machte sie rasend. „Verdammt.“, zischte sie nun und rügte sich innerlich schon wieder. Sie hatte in letzter Zeit einfach keine Kontrolle mehr über sich selbst und ‚verdammt‘ dachte und sagte sie auch viel zu häufig! „Das geht dich alles einen feuchten Furz an! Ich weiß, dass ich auf eurer Abschussliste stehe, aber das gibt dir nicht das Recht dich in mein Leben einzumischen! Ich bin kein Verbrecher!“ Santana raufte sich die Haare und grummelte leise. Nein, sie musste sich beherrschen! Sie wischte sich flüchtig eine Träne von der Wange und schnaubte sauer. Verdammte Tränen. Und verdammt, da war auch schon wieder dieses Wort gewesen!
- Ginny Weasley - 14.09.2015
KAUM ZU ÜBERSEHEN
22. Juni 1998 || Abends
Léa Dearborne & Ginny Weasley
Es tat Ginny im Herzen weh, wenn sie Léa ab und zu beobachtete. Sie sah so wahnsinnig traurig aus, was sie verstehen konnte. Man verlor nicht alle Tage seine Mutter und sie konnte sich vorstellen, wie viel Schmerz das mit sich trug. Allerdings konnte sie die Gefühle ihrer besten Freundin nicht nachvollziehen. Sie konnte ihr in der Hinsicht nicht wirklich helfen und Ginny würde sie so gerne richtig verstehen. Leider war die Gryffindor nicht so gut darin mit Léa darüber zu reden, es…war einfach schwierig. Sie wusste manchmal nicht, wie sie mit ihr umgehen sollte, was sie tun konnte. Bis jetzt hatte sie probiert mit ihr normal umzugehen und wenigstens dabei hatte Ginny ein gutes Gefühl, sie glaubte, dass Léa das gut tat. Sie merkte zumindest nichts Gegenteiliges.
So wirklich hatten die beiden Mädchen nicht mal über das Geschehene gesprochen. Léa hatte Ginny erzählt, was passiert war, sie hatte probiert sie zu trösten (und hatte sich dabei ziemlich blöd angestellt) und war nun ganz oft damit beschäftigt für Léa da zu sein, etwas mit ihr zu unternehmen und sie abzulenken. Vielleicht würde sie irgendwann bereit sein mit der Rothaarigen darüber zu reden, aber auch wenn das niemals sein würde, war das total in Ordnung.
Ginny war total egal, ob die Teams aufgelöst wurden oder nicht, sie hatten davor so viele Punkte gesammelt, dass sie trotzdem das Recht hatten, dass der Pokal mit Berücksichtigung aller Punkte und Spiele vergeben wurde. Wie sehr sie sich dabei täuschen würde, merkte man einige Sekunden später. Sie war total baff und sauer und enttäuscht. „Was soll das?“, fragte sie nochmal und konnte es nicht glauben. Die Hand ihrer Freundin beruhigte sie zwar ein bisschen, aber wirklich nur ein bisschen. „Ja es ist ein Spannungsbogen! Ich bin angespannt und wenn Blicke töten könnten, dann…“, jeder Slytherin würde tot umfallen, das konnte sie versprechen. Ginny war wirklich wütend und dass Léa sie gerade beruhigen wollte und sich das anhören musste, war eigentlich komplett die falsche Situation. Es müsste anders herum sein.
Léas Worte waren bestimmend aber es war eine hervorragende Idee Nasty an die Gurgel zu springen. Eindeutig! Das hatte sie mit ihrem beschissenen Kommando eindeutig verdient! „Was bildete die sich eigentlich ein, bestimmt hatte sie veranlasst, dass der Pokal an Slytherin ging und hatte auch noch Recht bekommen!“ dieses kleine Püppchen!
Ginny konnte sich da gerade sehr gut reinsteigern. „Das hätte sie eindeutig verdient!“, ließ sie nochmal los um ihrer Wut Luft zu machen. Sie wäre bei der Angeloi eindeutig am richtigen Ort gewesen, aber Léa war offensichtlich klar, dass sich die Rothaarige damit nur lächerlich machen würde. Am nächsten Morgen würde sie ihr sicher auch beipflichten, aber gerade war die Wut zu groß.
Ja, sie wusste eindeutig, wer die bessere Mannschaft war, das stand schließlich auf dem Pergament. Durchgestrichen, aber es stand da! Sie sollte keinen Blödsinn machen… Irgendwie hatte sie aber gerade sehr viel Lust zum Abschluss nochmal die Sau raus zu lassen, wie sie es das Jahr über hin und wieder getan hatten. „Ich kann nicht versprechen was passiert, wenn ich dieser Schlange über den Weg laufe...“, so gehässig war die Gryffindor sehr, sehr selten. Aber beim Quidditch und der Mühen, die sie sich gegeben hatten war das etwas ganz anderes. Sie musste darüber eine Nacht schlafen, dann würde sie wieder wissen, was Richtig war. Ihre Wut gerade definitiv nicht.
- Seamus Finnigan - 17.09.2015
no one looks back on their life
seamus + bee treiben schabernack am freitag, 26. juni 1998, abends
and remembers the nights they had plenty of sleep
Auf Bee war Verlass! Sie zeigte nur kurz eine irritierte Miene - und brach dann in lautes Gelächter aus. Dass ihr Lachen dabei weniger Ausdruck ihrer Freude über die Thestralkacke sondern vielmehr daherrührte, dass sie sich ein klitzekleines bisschen über Seamus lustig machte - gut, das war durchaus möglich. Aber Seamus war am heutigen Abend (und auch sonst eigentlich) ganz und gar nicht kleinlich und übersah diese Möglichkeit also großzügig, freute sich stattdessen einfach darüber, dass Bee sich freute. Und so freuten sie sich gemeinsam und das waren doch eigentlich schonmal super Voraussetzungen für einen .. ehm .. ergiebigen Abend.
Irgendwann begannen dann auch die Rädchen in Bees Kopf sich zu drehen und ihre Miene hellte sich noch weiter auf, als klar war, dass sie und Seamus (und die Thestralkacke, natürlich) ziemlich auf einer Wellenlänge lagen. Da schwoll dem Seamus bei ihrem anerkennden Schulterklopfen sogar ein klein wenig die Brust vor Stolz an. War halt einfach schön, wenn einer auch die Leistungen fernab von Schule und Prüfungen, zu würdigen wusste! "Najaa ...", meinte Seamus gedehnt, "Über Thestralkacke gibt es vielleicht keine wissenschaftlichen Abhandlungen wie über Drachenmilch - aber das ändert ja nix dran, dass es sich dabei um einen wertvollen Rohstoff handelt! Und Hagrid weiß eben, was gut ist!" Auch wenn sich Seamus drum bemühte, diese Erklärung mit voller Ernsthaftigkeit vorzubringen - so ganz gelang ihm das nicht und er musste Bees Kichern mit einem Grinsen seinerseits begleiten. Die Kernaussage stimmte allerdings: Hagrid wusste, was gut war. Der war die Seele von Hogwarts und gehörte definitiv zu den Menschen, die Seamus am meisten vermissen würde. Doch der heutige Abend würde nicht im Zeichen von Abschied und Traurigkeit stehen! Zumal Bee ja auch zu den Menschen gehörte, die Seamus vermissen würde. Deswegen hatte er sämtliche Aktionen dieser Nacht schonmal vorsorglich unter das Motto "Krawall und Remmidemmi und Thestralkacke" gestellt.
Und die erste Aktion startete ... GENAU JETZT.
Bee machte nämlich gleich den ersten Vorschlag, wo unbedingt eine Portion dieses wertvollen Rohstoffes deponiert gehörte. Das Mädchen war einfach clever - Seamus konnte nix anderes tun, als ihren Worte mit begeisterndem Nicken zuzustimmen. "Die Liste ist lang und die Nacht ist kurz, meine Liebe!", prophezeite er und klang dabei in der Tat ein bisschen mysteriös, wie Firenze, der sternenguckende Thestral. "Also lass uns am besten gleich aufbrechen! Was mich außerdem noch super vorstellen kann: wenn wir den natüüürlich hochwohlverdienten Quidditchpokal der Slytherins randvoll mit Scheiße füllen! Und dann noch ein Schirmchen oben reinstecken!" Nun musste Seamus kichern. "Es sei denn natürlich, dir is das Festessen wichtiger ...?!" Nun musste er Bee aber doch noch auf Mark und Bein prüfen und sah sie mit einem strengen Blick (sofern ein Finnigan dazu halt in der Lage ist) an.
tbc: Pokalzimmer
RE: Eingangshalle - Bridget Vreeland - 23.09.2015
sometimes i wish i was a bird
seamus + bee treiben schabernack am freitag, 26. juni 1998, abends
so i could fly over certain people and shit on their heads.
Plötzlich verwandelte sich dieser durch und durch normale – um nicht zu sagen eher etwas traurige - Tag in einen spannenden und Bridget konnte sich darüber weiß Merlin nicht beschweren. Sie hätte wissen müssen, dass Seamus so etwas in dieser Art im Schilde führte, denn nach allem was in den letzten so gewesen war, war er eben immer noch Seamus, bekannt für seine (teils verrückten, teils genialen) Ideen und auch dieses Mal hatte der Gryffindor einfach wieder den Vogel abgeschossen. Natürlich hätte sich Bridget nicht im Traum vorstellen können, dass der Ire tatsächlich mit einem Sack voll Scheiße in der Eingangshalle auf sie warten würde, aber so seltsam das auch klingen mochte, konnte sich Bee in diesem Augenblick nichts Besseres vorstellen. Deshalb grinste sie auch immer noch, als Seamus ein paar Erklärende Worte zum Thestralmist von sich gab. Die Gryffindor nickte begeistert. „Hagrid weiß wirklich was gut ist.“, stimmte sie ihrem Mitschüler dann zu und blickte ihn vielsagend an.
Nach dieser Aktion sollten sie unbedingt mal auf einen Tee bei Hagid vorbeischauen, dachte sich Bee, während ihr Blick von Seamus zur Thestralkacke wanderte und wieder zurück. Ja, das sollten sie tun. Sie war ganz aufgeregt angesichts ihrer bevorstehenden Aktion auch wenn sie noch gar nicht so genau wusste, was sie eigentlich tun wollten. Doch auf Seamus würde Verlass sein – sicherlich hatte er sich schon eine ganze Liste mit Dingen zusammengestellt, die man mit diesem wertvollen Rohstoff anstellen konnte.
Samus stimmte schließlich ihrem ersten Vorschlag auch direkt zu und machte eine mysteriöse Andeutung von wegen, dass er durchaus eine ganze Liste mit Dingen in petto hätte. Bee grinste ihm verschwörerisch zu und als er ihr dann seinerseits einen Vorschlag machte, wurden ihre Augen groß. Sie packte den Gryffindor am Arm und wäre vor Freude fast ein wenig auf und ab gehüpft, beherrschte sich aber dann noch angesichts der anderen Schüler, die durch die Eingangshalle gingen. Es sollte schließlich nicht gleich im ganzen Schloss herum posaunt werden, was sie vorhatten. „Eine tolle Idee, die beste, die ich seit langem gehört habe!“, meinte Bee dann mit energischer Stimme und glänzenden Augen. „Stell dir den Blick vor..“, die Gryffindor hielt inne um sich das angesprochene Szenario für einen Augenblick vorzustellen und musste sich dann zusammenreißen nicht lauthals loszulachen. „Oh, Seamus, lass uns das jetzt tun, sofort!“, entschlossen sah sich Bridget in der Halle um und kam dann noch ein Stückchen näher, damit sie auch wirklich keiner belauschen konnte. „Aber wo steht der Quidditchpokal der Slytherins? Wie kommen wir da ran? Ich habe keine Ahnung!“, löcherte sie den Älteren und blickte ihn fragend an. „Und wie machen wir das mit dem Sack? Ich meine, transportieren wir ihn einfach so durch das Schloss?“, fragte sie dann weiterhin. „Obwohl jetzt sind auch eigentlich fast alle beim Essen...“, überlegte Bee dann weiterhin. „Das Essen ist mir natürlich nicht wichtiger, du Spinner.“, erwiderte die Schülerin dann noch auf Seamus' Frage hin und bedachte ihn mit einem verschwörerischen Grinsen.
TBC. da wo der Quidditchpokal ist
- Nasty Blake - 30.09.2015
Why do you smile like you've been told a secret?
SANTANA CHRISTINGTON & NASTY ANGELOI
24. JUNI 1998 | vormittags Es war wirklich herrlich mit anzusehen wie Santana die Gesichtszüge entgleisten als die Botschaft ENDLICH zu ihr durchsickerte. Das war fast so schön mit anzusehen wie die entsetzten Gesichter, die die Schüler machten, wenn sie die diesjährigen Gewinner des Quidditchpokals lasen und ihnen klar wurde, dass ihnen ihre supertolle rebellische Natur und ihr Schandmaul rein gar nichts brachten- außer Strafmaßnahmen vielleicht. Nastys Grinsen konnte kraum noch boshafter werden, als Santana zu einer Rechtfertigung anzusetzen versuchte. Wie süß. Damit ritten die meisten sich nur noch weiter rein und auch die Ravenclaw machte den Fehler, ihr noch mehr Munition zu liefern statt es einfach abzustreiten oder zu gehen. Wobei es dafür jetzt auch zu spät war, denn sie würde sich jetzt sicher nicht einfach stehen lassen. Santana saß in der Falle.
„Natürlich ist es das. Ich brauche einer Ravenclaw wohl kaum die Bedeutung von ‚abartig‘ zu erklären, oder?“ Nasty überschlug sich innerlich fast vor Freude, so sehr gefiel ihr die Machtposition, in der sie sich grade befand. Leider wand sich Santana noch nicht vor Scham und Demut wie ein dreckiger Wurm, aber das war eigentlich auch nur noch eine Frage der Zeit. „Jamie?“ Die Slytherin überlegte kurz, ehe sie dem Namen ein Gesicht zuordnen konnte. Irgendein Hufflepuff. „Und ein Freund mit DIESEM Namen soll mir tatsächlich weis machen, du wärest nicht völlig verquer? Ha!“ Nasty lachte übertrieben auf. Aber wie sollte man auch anders reagieren, wenn man von einer ach so schlauen Ravenclaw einen Jungen mit Mädchennamen als „Beweis“ dafür geliefert bekam, man wäre keine abartige Laune der Natur. Davon abgesehen war es angesichts der momentanen Lage sowieso nicht sonderlich schlau von Beziehungen zu reden. Aber das behielt Nasty erst einmal für sich, wo Santana sich doch grade selber so schön in die Scheiße ritt. Man wollte sie in Gedanken fast schon anfeuern: Immer weiter so!
Offenbar halfen diese imaginären Rufe, denn ihr Gegenüber wollte nun eine Erklärung für das Ganze geben. Nasty hob vielsagend eine Augenbraue und lauschte skeptisch den eilig zusammen geschusterten Lügen Santanas. Sie hätte ihr diese Ungeküsst- Sache vielleicht sogar geglaubt (Wer wollte schon so eine offensichtlich hohlbirnige Ravenclaw küssen?), wäre da nicht der Brief gewesen. Also schnaubte die blonde Hexe ungläubig. „Erzähl keinen Scheiß. Dann hättest du deiner Schwester niemals so einen Brief geschrieben.“ Nasty wollte klar machen, dass die Brünette mit ihren faulen Ausreden nicht davon kommen würde. Und scheinbar war dieser das auch schon klar, denn nur wenige Augenblicke schien sie der Kampfeswille zu verlassen und die ersten Tränen glitzerten in ihren Augen. Das war für Nasty ein Triumph und sie genoss für einen Moment einfach nur die verzweifelte Lage des anderen Mädchens. Da half auch ein weiteres kurzes Aufbegehren nicht weiter. „Das geht mich sehr wohl etwas an. Nämlich wenn es wie gesagt um die Sicherheit unserer geliebten Mitschüler geht.“, erklärte Nasty besonders süß und freundlich, als würde sie mit einem begriffstutzigen Erstklässler reden. „Ich will doch nur deine geliebte Daria vor weiteren abnormalen Übergriffen schützen. Und im Prinzip schütze ich dich doch auch, denn so müssen deine Eltern nicht von deiner abartigen Neigung erfahren. Das wäre doch wirklich eine Schande.“ Der Tonfall hatte sich bei den letzten Worten bedrohlich verändert und machte deutlich, dass Nasty auch vor solchen Maßnahmen nicht zurückschrecken würde. Und die Christingtons waren sicher nicht so tolerant eingestellt wie es Santanas Schwester vielleicht war.
- Santana Crishington - 30.09.2015
i’m not supergirl
nasty angeloi & santana crishington
24. Juni 1998 | vormittags | eingangshalle
Santanas Unterlippe hatte bereits gefährlich angefangen zu zittern. Der Nervenzusammenbruch stand wirklich kurz bevor… kein Wunder! Was für eine riesen Scheiße! Warum hatte sie denn nicht darüber nachgedacht, dass eventuell die Briefe überprüft wurden? Bei all den strikten Handhabungen auf Hogwarts war das doch wirklich naheliegend. „Die Bedeutung von ‚abartig‘ kenne ich sehr genau.“, nuschelte Ana durch ihre zusammengepressten Zähne. Sie musste sich nun wirklich beherrschen und sie wusste nicht, ob sie bei einem Zusammenbruch heulen oder rumschreien würde. Oder gleich beides. „Ich kann dir jedenfalls versichern, dass das Wort nicht auf mich zutrifft. Ich bin nicht abartig!“ Die Ravenclaw reckte ihren Kopf nach oben und bewies erneut ein bisschen Kampfgeist. Sie ließ sich hier nicht einfach so runterputzen, sie war nicht abartig und sie… verdammt, sie war so dämlich. Wie hatte sie sich sowas nur erlauben können!
„Es geht ja wohl nicht um den NAMEN? Den habe ich mir doch nicht ausgesucht!“ Santanas Stimme war deutlich schriller und lauter geworden. Schweißperlen bildeten sich auf ihrer Stirn und generell fing ihr ganzer Körper an zu schwitzen. Ein sehr unangenehmes Gefühl! Ana stemmte die Hände in die Hüften, um etwas Luft an ihre Achseln zu lassen. Sie konzentrierte sich auf regelmäßiges Atmen, um weiter denken zu können. „Ist aber auch egal. Ich habe jedenfalls einen Freund.“, sagte Ana etwas kraftlos und schnaufte. Wo war ihr Freund eigentlich, wenn sie ihn brauchte…? Wobei nein, er durfte lieber mal wegbleiben, bevor Nasty ihm den Kuss unter die Nase rieb. Das musste nun wirklich nicht passieren, auch wenn Ana eh bereits vorhatte, die Beziehung zu beenden. So konnte es einfach nicht weitergehen!
Santana spürte nun, wie die Hitze in ihre Wangen kroch und wie das Blut in ihr zu kochen begann. Sie ballte die Hände zu Fäusten und biss sich auf die Lippe. Sie durfte jetzt nicht explodie… „ICH BIN KEINE BEDROHUNG UND MAN MUSS AUCH NIEMANDEN VOR ABNORMALEN ÜBERGRIFFEN SCHÜTZEN! ICH BIN NICHT ABNORMAL UND ICH…“ Ana hielt die Luft an und stockte in ihrem Schreien. Es war ein Nervenzusammenbruch vom Feinsten: Sie schrie und die Tränen liefen ihr bereits über die Wangen. Sie musste scheußlich aussehen! Santana räusperte sich und vergrub das Gesicht in den Händen. „Ich bin nicht abnormal und ich greife auch niemanden an… wegen mir muss doch niemand beschützt werden.“, schluchzte sie nun verzweifelt und schüttelte den Kopf. Oder war sie doch abnormal und brauchte Hilfe? Das konnte doch nicht sein… wenn ihr Vater davon erfuhr! Er würde es ganz sicher auch abnormal und verwerflich finden… er würde… Ana wollte gar nicht darüber nachdenken. „Meine Eltern…“ Santana schluckte und brach im Satz ab. Sie wusste nicht, was sie noch sagen sollte und sie wusste auch nicht wie. Ihre Stimme erstarb einfach, war nicht mehr fähig zu funktionieren.
- Léa Dearborne - 01.10.2015
just another kind of wrong
GINNY UND LÉA
GEGEN ABEND AM 22. JUNI 1998
Während sie noch auf ihrer Lippe herumkaute und Ginny dabei zusah, wie deren Grad an ‚Sauersein’ zunahm... musste Léa plötzlich lachen. Sie schüttelte den Kopf, hob abwehrend die Hände um zu signalisieren, dass sie das Lachen nicht böse meinte – aber sie konnte es einfach nicht zurück halten. „Oh Mann, ehrlich. Ich feiere deine Fähigkeit, sogar in Zeiten wie diesen noch an Quidditchpokalen festzuhalten!“ Sie gluckste und stieß Ginny versöhnlich in die Seite. „Wirklich. In diesem Laden bricht seit Monaten zusehends die Welt zusammen – und du hast den Schneid noch an simple Gerechtigkeit zu appellieren. Ginny Weasley – ich liebe dich für deinen uneingeschränkten Drang, an diese Gerechtigkeit zu glauben!“ Sie zwinkerte Ginny zu – und hoffte, dass diese verstand, dass sie das völlig ernst meinte. Es war so... erfrischend. Jemanden vor sich zu haben, der einfach so unerschütterlich an eine gute Welt glaubte, dass er sich in solchen Zeiten... für derlei ereifern konnte. „Herrlich. Wirklich. Okay – ja, du hast Recht. Und keine Sorge – deine Blicke haben vielleicht bisher niemanden getötet – aber ich bin ziemlich sicher, dass sie schon so manchem Bauchschmerzen bereitet haben.“ Léa grinste verschwörerisch und setzte etwas raunend hinzu. „So... in Erwartung eines baldigen Attentats von deiner Seite.“ Sie streckte Ginny die Zunge raus. „Wehe übrigens, dein tötender Blick sucht mich gleich heim! Nur damit du’s weißt – ich bin bestimmt schon seit unserem zweiten Jahr immun!“ Stimmte nicht. Aber sie bemühte sich ungefähr seit diesem Jahr, Ginny und ihrem urteilenden Blick die Stirn zu bieten. Klappte meist erstaunlich gut. Aber Léa hatte eben aus so einen... ähnlichen Blick drauf.
„Das wäre ganz schön unverantwortlich von dir, meine Liebe! Wenn du die Schlange gleich in die Mangel nimmst und ihr klar aufzeigst, was sie verdient hat... dann muss ich dich darin unterstützen. Und dann können wir im nächsten Jahr schätzungsweise nicht zurück kehren!“ Sie grinste wieder schelmisch. Allerdings machte ihr der Gedanke kaum etwas aus. Nicht zurück zu kehren. Sie betrachtete nachdenklich die Gläser – voll besetzt mit Rubinen und Smaragden. „Hm. Eigentlich wäre das gar keine so schlechte Idee. Wer weiß, ob Gryffindor überhaupt noch existiert. Wird sicher auch noch mittels irgendeines Erlasses verboten und einfach... gestrichen. Wäre ein ganz schön schnödes Quidditchspiel. So... ohne Häuser.“ Sie zuckte die Achseln. Wir fremd ihr Hogwarts plötzclich war. Und das hatte nicht nur mit den Rubinen zu tun, die so gut wie keinen Punktestand für Gryffindor zeigten. „WENN wir der Angloi eins reinwürgen... dann mit einem Plan! Du bist eine der besten Streicheplanerinnen, liebste Miss Weasley. Wenn wir es ihr heimzahlen, dann richtig. Sonst wirkt es nicht nachhaltig. Vielleicht sollten wir sie erst kurz vor der Hochzeit angreifen. Irgendwie... ihre Haut mit Pockennarben überziehen oder... grün färben.“ Ja – Léa war auch eher selten gehässig. Aber Nasty hatte sich einen gewissen... Ehrenposten verdient.
„Hochzeit. Wenigstens habe ich gehört, dass sie kein Fan dieser Hochzeit ist. Immerhin das gönne ich ihr von ganzem Herzen. Furchtbar... kannst du dir vorstellen, zwangsverheiratet zu werden?“ Léa schüttelte erneut den Kopf. Immerhin sowas war in ihrer Familie nicht (mehr) der Fall. Wobei sie sich manchmal fragte, ob ihre Eltern nicht auch eher arrangiert worden waren. So wenig hatten sie sich manchmal zu sagen gehabt. Konnte aber auch an den Umständen liegen. Dem, was die Jahre eben mit einer Jugendliebe anstellten. Da war Léa noch weit entfernt von eigenen Erkenntnissen. Umso gespannter – vielleicht auch eher neckend neugierig – sah sie nun ihre beste Freundin von der Seite her an. „Na – was sagen sie so zu... Hochzeiten, Miss Weasley?“
- Nasty Blake - 05.10.2015
Why do you smile like you've been told a secret?
SANTANA CHRISTINGTON & NASTY ANGELOI
24. JUNI 1998 | vormittags Da war es endlich, das Winden und Krümmen unter ihren gezielt verletztenden Worten. Nasty erfreute sich sichtlich an der demütigenden Situation und das herabwürdigende Lächeln war auch durch das kurze Aufblitzen von Widerstand nicht mehr von ihren Lippen zu wischen. Die Slytherin hatte das Mädchen zu packen bekommen und würde so schnell nicht mehr loslassen, besonders da sie auf das Wort „abartig“ besonders schön ansprang. Sicherlich würde Nasty es an der einen oder anderen Stelle nochmal einstreuen können und auch sonst besonders betonen, was sie von dieser anomalen Vorliebe hielt. Aber auch so lieferte Santana ihr genug Zündstoff, um noch weiter Salz in die offensichtliche Wunde streuen zu können. Vielleicht würde die Ravenclaw ja vor lauter Aufregung und Peinlichkeit gleich in Ohnmacht fallen oder einen Herzinfarkt erleiden? Das wäre doch mal ein Spaß! Weit hin konnte es nicht mehr sein, so wie das Mädchen nach Luft schnappte.
„Schön für dich.“, antwortete die blonde Hexe zunächst beinahe nett. Dann funkelte da wieder dieser sadistische Funke in ihren Augen, ehe sie in einem mitleidigen bis angewiderten Tonfall hinzufügte: „Für ihn wahrscheinlich weniger, wenn er nur als Tarnung herhalten muss. Aber gut, ich hoffe, ihr haltet euch wenigstens vorschriftsmäßig an die Erlasse, damit sie sich sowas wie du nicht auch noch vermehrt.“
Vielleicht sollte sie Jamie bei nächster Gelegenheit mal unter die Nase reiben, was er sich da für eine tolle Freundin angelacht hatte? Immerhin hatte die Ravenclaw ihr ja so freundlich informationsfreudig schon den Namen ihres Freundes genannt. Das würde Santanas Lage noch aussichtsloser machen. Aber spaßig wäre es eigentlich fast nur, wenn sie dann bei der folgenden Auseinandersetzung dabei sein könnte. Vielleicht würde sie ihrem Gegenüber aber auch nur Arbeit abnehmen? Nasty würde diese Überlegungen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, denn jetzt hieß es erst einmal, sich so richtig schön in der Verzweiflung des anderen Mädchens zu suhlen.
Bei der folgenden emotionalen Explosion Santanas lachte die Slytherin freudig auf. Dann sah sie sich demonstrativ um und begutachtete ein paar Schüler, die sich in der Eingangshalle nach den beiden neugierig umgedreht hatten. Natürlich wollte sich keiner mit der Anführerin des Inquisitionskommandos auseinandersetzen und ein Großteil von ihnen hatte wohl auch echtes Mitleid mit ihrem heulenden Opfer, aber mehr als ein kurzes Stehenbleiben und leises Getuschel kam von keinem von ihnen. Da sie nun Publikum hatten und Santana kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand, kam Nasty erst richtig in Fahrt. Sie würde nicht nur weiter auf die offensichtlichen Schwachstellen ihres Gegenübers schlagen. Ihr war auch eine Idee gekommen, mit der sie gleich noch jemanden in die Pfanne würde hauen können.
„ICH entscheide hier immer noch, wer beschützt werden muss und wer nicht. Und du hälst dich entweder an meine neue Regelung oder ich werde nicht nur deine Eltern von deiner perversen Neigung erzählen, sondern dir auch noch gleich ein Verhältnis mit einem Mädchen meiner Wahl andichten. Kapiert?!“ Die Idee war eigentlich zu gut, um sie nur in der Hinterhand zu behalten. Aber Nasty wollte zum einen die Macht über Santana behalten und zum anderen konnte man notfalls Lydia nach der hinterlistigen Aktion mit Brandon auch locker andere schändliche Taten wie eine Knutscherei mit einem Mädchen andichten, dafür brauchte sie die Ravenclaw nicht unbedingt.
- Santana Crishington - 07.10.2015
i’m not supergirl
nasty angeloi & santana crishington
24. Juni 1998 | vormittags | eingangshalle
Santanas Verzweiflung stieg stetig und die Tränen liefen ihr nur so über die Wangen. Wie konnte jemand nur so gemein und sadistisch sein, sich so am Leid anderer zu ergötzen? Es ging einfach nicht in ihren Kopf rein! Und egal was Ana sagte oder tat, die Freude von Nasty schien zu steigen, gleichermaßen mit Anas Frust, Wut und Verzweiflung. HILFE? Doch Hilfe war keinesfalls in Aussicht, denn die Leute, die vorbeiliefen, tuschelten nur und gingen weiter. Ana würde bald das Gespött der Schule sein und wenn sie Pech hatte, gleich der ganzen Zaubererwelt. Oh bei Merlin, wie hatte das alles nur passieren können? Und wie schaffte es Nasty, ihr alle Worte im Mund zu verdrehen und gegen sie zu verwenden? „Jamie ist kein Alibifreund.“, stieß Ana weiterhin verzweifelt hervor und aus ihrem Mund folgte ein großer Schluchzer. Sie presste verschämt die Hand davor und wandte den Blick ab.
Was für eine Schande! Alle konnten sie so sehen… so… so erniedrigt! Sie heulte, sie schluchzte. Sie stand kurz vor einem Zusammenbruch. Und Nasty überschlug sich dabei fast vor Freude. Santana wollte ihr diesen Triumph nicht lassen, ihr nicht diese Freude bereiten, aber sie konnte es nicht verhindern. Die Ravenclaw hatte sich absolut nicht mehr im Griff und sie sah ihr Leben in Schande und Einsamkeit schon vor sich. Ana entfuhr ein erneutes Schluchzen, gefolgt von einem panischen Japsen. Ihr Herz raste und Schweiß hatte sich auf ihrer Stirn und unter ihren Achseln gebildet. Hilfe. Hilfe. HILFE! „An die Erlasse halten? Vermehren? Hä?“, stammelte Ana verwirrt und schüttelte den Kopf. „Für sowas bin ich viel zu jung…fürs vermehren jedenfalls. Was?! Ich… halt Jamie einfach daraus, bitte!“ Ana japste erneut auf und spürte, wie ihr Hals ganz trocken wurde. Sie sog verzweifelt Luft ein, spürte das Kratzen und fing an zu husten. Ihre Hände bewegten sich automatisch gen Hals und sie schluckte verzweifelt wie verrückt, um den kleinen Anfall unter Kontrolle zu bringen. Was ein Eklat!
Ana rieb sich über den Hals und versuchte ruhig zu atmen, um nicht wie eine völlig Irre auszusehen. „An welche Regelung soll ich mich halten?“, fragte Ana verwirrt und fasste sich nun an die Stirn. Fieber. Ganz klar. Sie bekam gerade Fieber! Ihre Stirn war ganz heiß und schwitzig und ihr gesamter Kopf glühte bereits. Hauptsächlich vor Scham, aber sicher wurde sie durch diesen Stress nun auch krank! „Ein Verhältnis mit einem Mädchen? Aber ich habe doch keins, das würde ich nie…?!“ Um Himmels Willen, wie war es nun dazu gekommen? Santanas Gedanken kreisten wild in ihrem Kopf und auch der Boden schien sich zu bewegen… oder bewegte sie sich? Ana stolperte benommen ein paar Schritte zurück und wurde von der Wand hinter sich aufgefangen. Sie ließ sich erschöpft dagegen fallen und stieß den Hinterkopf schmerzhaft gegen die harte Mauer. „Nasty, bitte… was kann ich tun?“ Das war alles so. so. so schrecklich!
- Ginny Weasley - 04.11.2015
KAUM ZU ÜBERSEHEN
22. Juni 1998 || Abends
Léa Dearborne & Ginny Weasley
Léas Kommentar, dass sie Ginnys Fähigkeit feierte brachte die Gryffindor doch tatsächlich zum Lachen. Léa hatte definitiv Recht. In Hogwarts hatte sich einiges verändert, zum Schlechteren und Ginny stand hier und hatte nichts Besseres zu tun als sich über den Quiddichtpokal aufzuregen. Allerdings konnte die Rothaarige auch genau erklären warum sie das tat. „Quidditch bedeutet für mich ein Stück weit auch Hoffnung. Wenn du dir anschaust, wie kaputt diese Welt ist und Quidditch immer noch funktioniert. Es wird demnächst das Pokalspiel geben, und berühmte Quidditchspieler waren hier um Nachwuchsspieler zu begutachten. Irgendwie ist beim Quiddicht noch alles so, wie es sein sollte. Verstehst du was ich meine?“ Ginny wusste nicht so recht, wie sie es ausdrücken sollte. Die Welt war so kaputt und Quidditch ging weiter fast so, als wäre nichts gewesen. „Dass die Puddlemeres und die Harpies da waren, das hat mir wahnsinnig viel Mut gemacht, weil es etwas gab, das uns nicht verboten wurde. Und jetzt sehe ich diesen Plan vom Quidditchpokal und muss wohl einsehen, dass beim Quidditch doch nicht so ganz alles heile Welt ist. Das macht mich traurig und wütend und…“, sie war sich sicher, dass ihre beste Freundin verstand, was sie ihr damit sagen wollte. Es war für Ginny einfach mit vielen Emotionen verbunden und deswegen wurde sie auf einmal SO wütend. Denn an etwas Gutes in dieser Welt musste die Gryffindor einfach glauben und auch festhalten können.
„Hmm, also wenn du mich darin unterstützen MUSST, dann habe ich sehr gute Karten mit einer so guten Komplizin wie dir.“, meinte sie schmunzelnd und zwinkerte Léa zu. Allerdings machte Ginny das ‚nicht-zurück-kehren‘ einiges aus. Sie hing sehr an Hogwarts und der Zeit hier. Klar, sie hatte nur noch ein Jahr, aber das wollte sie auch noch genießen, auch wenn das Genießen für das nächste Jahr mal dahin gestellt war, da das vielleicht überhaupt nicht möglich war. Aber der Gedanke es der Angeloi zu zeigen, mit Plan gefiel ihr. „Aber… lieber nicht…wobei, etwas Kleines vielleicht, was nicht ganz so fies ist, im Moment fallen mir allerdings nur schlimmere Dinge ein, die ich niemandem antun möchte. Darüber werde ich mir heute Nacht mal Gedanken machen.“, denn Nachts hatte die Weasley die besten Ideen.
Diese Doppelhochzeit der Angeloi-Geschwister hatte wohl jeder auf Hogwarts mitbekommen und Ginny schüttelte den Kopf auf Léas Frage hin. „Niemals! Ich will mir meinen Ehemann gerne selber aussuchen können und ich weiß auch genau, wer das sein soll.“ Für Léa ist es kein Geheimnis, dass Ginny seit der ersten Klasse für den Auserwählten schwärmte und sich auch jetzt nicht wirklich jemanden vorstellen kann, mit dem sie ihr Leben verbringen möchte. „Ich könnte mich mit dem Gedanken definitiv nicht anfreunden, wenn mir jemand sagt, wenn ich heiraten sollte. Ich bin auch wirklich froh, dass meine Eltern uns alles offen lassen.“
Was Ginny von Hochzeiten hielt? Sie musste schmunzeln, sie konnte sich schon vorstellen, wie ihre Hochzeit ablaufen sollte. Eher im kleinen Kreis, mit den engsten Vertrauten, es sollte eine kleine Feier am Abend geben, sie wollte gerne Tanzen und einfach nettes Beisammensein, ganz ungezwungen… sie fing schon an zu Träumen. „Ich möchte unbedingt heiraten und ich stelle es mir wunderschön vor. Es muss nicht der schönste Tag meines Lebens sein, wie es manche sagen. Vielleicht gibt es noch viel schönere Tage, der Tag muss mich nicht umhauen. Schön soll er auf jeden Fall sein, aber er muss nicht gezwungenermaßen andere Erlebnisse in den Hintergrund drängen.
Wie sieht es denn bei dir aus?“, fragte sie schließlich und drehte sich von den Quidditchergebnissen weg, damit sie sich aufhörte darauf zu konzentrieren.
- Nasty Blake - 05.01.2016
Why do you smile like you've been told a secret?
SANTANA CHRISTINGTON & NASTY ANGELOI
24. JUNI 1998 | vormittags
„Natürlich ist er das nicht.“, kam es in einem ätzenden Tonfall von Nasty, als würde sie mit einem minderbemittelten Kind sprechen. Sollte sie sich das nur einreden und die Fassade aufrecht zu erhalten versuchen, sie hatte die Ravenclaw doch schon längst durchschaut! Der folgende Schluchzer verriet es und liebend gern teilte die Blonde nur noch mehr aus. Es war einfach zu schön zu sehen wie Santana sich krümmte und in ihrer Verzweiflung Nasty förmlich anflehte, Jamie aus der Sache heraus zu halten. Tja, das hatte sich dieses abartige Mädchen selbst eingebrockt und Nasty würde ihre Trumpfkarte sicherlich ausspielen. Eher früher als später, da ihre Zeit in Hogwarts ja jetzt leider begrenzt war und sie die Auswirkungen ja noch mitbekommen wollte. Alles andere wäre doch einfach zu schade. Es sei denn, sie konnte die Quälerei Santanas noch ein bisschen verlängern, das wäre natürlich noch besser.
Mittlerweile hatte sie das Mädchen so weit, dass kein vernünftiger zusammenhängender Satz mehr aus ihr herauskam und auch jegliche Worte vor lauter Panik nicht mehr ankommen wollten. Damit war ein Punkt erreicht, an dem sich ihr Gegenüber nur noch mit einem Ohnmachtsanfall aus der Situation retten konnte. Zumindest kurzzeitig. Schlagfertige Antworten konnte Nasty kaum noch erwarten und so wie das Mädchen um Atem rang, war auch der Anfall nicht mehr weit hin. Also überlegte sie, was sie jetzt noch aus der Situation herausschlagen konnte, bevor der Spaß frühzeitig beendet war. Mit einem beinahe irren Blick folgte die blonde Slytherin der stolpernden Ravenclaw bis zur Wand. Dabei verströmte Nasty mittlerweile eine derartig bösartige Aura, dass sich und sich die Mitschüler in der Eingangshalle nicht einmal mehr trauten in der Eingangshalle stehen zu bleiben. Jeder konnte an dieser Stelle der nächste Zeit, der sich ihren ungerechten Zorn zuzog.
Mit verschränkten Armen stand der blonde Wirbelsturm also vor Santana und hatte die Überlegungen, wie man aus der Situation noch etwas herausschlagen konnte, dass ihre Zeit auf Hogwarts überdauerte, abgeschlossen. Und das erwartete Flehen und Bitten ließ auch gar nicht lange auf sich warten. „Halte deine kleinen Freunde unter Kontrolle, egal wie. Keine Aktionen mehr wie zu der Feier zu Ehren des neuen Inquisitionskommandos, keine heimlichen rebellischen Treffen. Ihr benehmt euch alle vorbildlich, kapiert! Eine klitzekleine Grenzüberschreitung der neuen Regelungen und ich erzähle jedem von deiner abartigen Neigung. Inklusive deiner Eltern. Und keine Sorge, ich werde das Kommando auch für das nächste Schuljahr absichern.“
- Léa Dearborne - 06.01.2016
just another kind of wrong
GINNY UND LÉA
GEGEN ABEND AM 22. JUNI 1998
Ginny lachte. Léa grinste zufrieden. Ganz offenbar hatte sie verstanden - so, wie Léa es erwartet hatte. Aber ein wenig Nervenkitzel war immer im Spiel, wenn man sich einen neckischen Kommentar erlaubte. Die Rothaarige verblüffte Léa allerdings mit einer deutlich… philosophischeren Antwort, als sie selbst dem Quiddtichwahn zugrunde gelegt hatte. "Wow, Ginny." Ihre Augen spiegelten ihre Verblüffung nur kurz wider, ehe sie lächelte und die Freundin kumpelhaft am Oberarm knuffte. "Da ist wirklich was Wahres dran - ich hatte es eher nur auf deinen Sportlerehrgeiz geschoben, gebe ich zu. Aber das schreibe ich mir vielleicht auf und hänge es nach dem Essen an unseren Spiegel!" Sie kicherte - doch meinte es wieder mal gar nicht so unernst. Der Gedanke an Quidditch als etwas Funktionierendes in dieser kaputten Welt - Léa mochte es. Sehr sogar. Sie hakte sich bei Ginny unter und nickte zu den Stundengläsern hinüber. "Immerhin WISSEN wir genau, wer gewonnen hat. Selbst die Slytherins wissen es."
Léa klatschte begeistert in die Hände, um der Erinnerung an den Besuch der Quidditchmannschaften noch einmal gebührend zu würdigen - auch wenn sie aus der Begegnung vielleicht nicht derart viel Mut und Motivation gezogen hatte, wie nun einmal Ginny. Das hatte sie vorher schon erwartet - aber eher, weil Ginny dem Sport noch einmal eine andere Hausnummer in ihrem Leben verpasste, als Léa. Es tat ihr leid, dass die Weasley - weil sie es geschafft hatte, so viel Kraft zu ziehen, was bewundernswert war - nun genau deshalb so derbe enttäuscht wurde. Sie zog Ginny wortlos in eine feste Umarmung. "Wir werden wieder Quidditch spielen - und in Hogwarts wird es irgendwann einen wahren Pokal geben - und diese Jahre, werden in die Geschichte von Hogwarts eingehen, als eine Zeit der Tyrannei - und es wird dabei stehen, wem der Pokal EIGENTLICH zustand. Es tut jetzt weh, Ginny, aber alle Fakten liegen offen auf den Tischen. Oder Besen… Wir haben gewonnen." Das war nicht so viel wert, wie Léa sich wünschte - besonders aufgrund der Worte von Ginny. Irgendwelche Worte in der Zukunft in Büchern abgedruckt waren kein guter Ersatz für die Wut, die Ginny jetzt verspürte, und das war völlig legitim. Trotzdem hoffte sie, ihr ein wenig Trost spenden zu können.
Damit waren sie auch schon bei fiesen Plänen. Léa lachte auf. "Oh, das nehme ich doch glatt als Kompliment auf!" Ginnys Gedanken konnte sie aber leider nur zu gut nachvollziehen. "Ja - mir fällt gerade auch nichts Kleines ein. Aber wir finden schon noch etwas. Keine Sorge." Eine kleine Falte furchte sich in Léas Stirn - diabolisches Warnsignal für Nasty. Aber die war nicht da und konnte diese Warnung somit nicht berücksichtigen. Pech.
"Schon heftig. Und so… weltfremd. So… veraltet." Einmal mehr musste sie den Kopf schütteln. Diese bescheuerten Reinblutfamilien waren wirklich ein Kapitel für sich. Wie schon häufiger schickte Léa ihren Eltern einen stummen Dank entgegen, dass sie nur auf andere Arten und Weisen verrückt gewesen waren - nicht auf die reinblutfanatische. Ginnys vehemente Antwort überraschte Léa ein bisschen - aber sie grinste gleich erfreut. "Ginny Weasley - Romantikerin!" Neckisch lachte sie, aber freute sich auch für Ginny und ihre Vorfreude. "Das ist übrigens eine ziemlich schöne Ansage - ich werde mich beizeiten dafür einsetzen." Sie wackelte vielsagend mit den Augenbrauen. "Äh… tja! Ich muss erstmal Mister Right finden, versteht sich. Da bin ich ja noch nicht so weit wie manch andere…" Sie grinste vielsagend und guckte dann aber überlegend in die Runde. "Hm. Du hast es eigentlich schön beschrieben! Obwohl… ich fürchte, dass es bei mir doch etwas größer werden könnte, wenn man mir erst einmal freie Hand lässt. Einmal angefangen… naja. Ich organisiere doch so gerne!" Sie lachte und hob unschuldig die Hände.
- Santana Crishington - 06.01.2016
i’m not supergirl
nasty angeloi & santana crishington
24. Juni 1998 | vormittags | eingangshalle
Santana wusste sich wirklich nicht mehr zu helfen. Sie zitterte am ganzen Körper und wurde von Schluchzern geschüttelt. Sie hatte aufgegeben und Nasty hatte ganz klar gewonnen. Aber was hätte Ana auch machen sollen? Sie hatte nichts gegen ihre Unschuld vorzuweisen … sie war es eben auch nicht. Und das wusste Nasty und egal, was Ana sagte, es wurde niedergeschmettert. Die biestige Slytherin war erbarmungslos. Santana hatte absolut keine Chance irgendwie noch der Situation zu entfliehen. Auch wegrennen würde nichts bringen, denn dann würde am nächsten Morgen sicherlich jeder von ihrer ‚Neigung‘ erfahren haben. Und das wollte Ana doch um jeden Preis verhindern!
Nastys ‚Angebot‘ verschlug Ana die Sprache – sie war eigentlich schon die ganze Zeit sprachlos gewesen! „Welche Freunde denn?“, fragte sie mit bebender Stimme und schüttelte den Kopf. „Du musst schon etwas spezifischer werden, ich weiß doch gar nicht wen du meinst. Ich weiß auch gar nicht was du meinst.“, fuhr sie zitternd fort und lehnte sich gegen die Wand hinter ihr, ohne die sie wohl jetzt auf dem Boden gelegen hätte. Ana schluckte und klimperte fast etwas benommen mit den Augen. Alles hier überforderte sie so maßlos! „Was denn für Treffen? Ich weiß überhaupt nicht wovon du redest!“ Santana fühlte sich machtlos. Wie sollte sie denn diese Forderungen erfüllen, wie sollte sie dem gerecht werden? Es war unmöglich. „Das geht doch gar nicht, du wirst es sowieso jedem erzählen, weil ich deine Anforderungen gar nicht erfüllen kann!“
Das war nicht fair. Das war alles einfach nur scheiße und ungerecht. Ein Gedanke schoss durch Anas Kopf, ein kleiner Lichtblick: Vielleicht würde ihr Vater auch das wieder richten können! Niemand legte sich so einfach mit Bart Crishington an und dieser würde doch nicht zulassen, dass seine Tochter als homosexuell dargestellt wurde?! Santana schöpfte etwas neuen Mut. Sie klimperte die Tränen weg und wischte sich die losen Haarsträhnen aus dem Gesicht. Sie musste schrecklich aussehen! Aber damit war jetzt Schluss. „War es das dann? Oder hast du noch mehr zu sagen?“, fragte sie mit möglichst fester Stimme und reckte ihr Kinn etwas in die Höhe. Nasty war einschüchternd, aber das durfte Ana nicht noch mehr zeigen als ohnehin schon … sie bot doch sonst nur noch mehr Angriffsfläche als ohnehin schon!
- Ginny Weasley - 01.02.2016
KAUM ZU ÜBERSEHEN
22. Juni 1998 || Abends
Léa Dearborne & Ginny Weasley
Selbst jetzt wusste Léa genau, wie sie Ginny aufmuntern konnte. Und das, obwohl sie selbst in einer so schwierigen Lage steckte. Manchmal glaubte Ginny eine schlechte Freundin zu sein, aber dann sagte sie sich wieder, dass Léa wusste, dass sie immer… und zwar wirklich IMMER zu ihr kommen konnte und sie würde IMMER ein offenes Ohr für sie haben. Und zwar NUR für sie. Das wusste Léa und sie war sich sicher, dass sie genau das nutzen würde, wenn ihr danach war. Das musste sich die Weasley immer wieder in Erinnerung rufen, um so zu sein, wie sie gerade, oder auch schon die Tage zuvor zu der Dunkelhaarigen war. Nämlich ganz normal. „Ich hab grad meinen Gefühlen komplett freien Lauf gelassen, sorry.“, sie schmunzelte und zuckte mit den Schultern. So falsch fand sie ihre Worte nämlich wirklich nicht und das machte Léa ihr auch nochmal deutlich. Ja, Quidditch war irgendwie heil.
Sie nickte zustimmend. „Das stimmt, es steht schließlich auf dem Pergament. Disqualifiziert oder nicht, das ist völlig egal.“ Das war es wirklich und den Slytherins war das auch klar, auch wenn sie in deren grinsenden Fratzen sehen musste. Die Umarmung ihrer besten Freundin hatte allerdings mehr Auswirkungen, wie ihr vielleicht klar sein mochte. „Ja, das werden wir auf jeden Fall. Und auch wenn wir nicht mehr hier zur Schule gehen. Die Slytherins hatten es immer schwer gegen uns, all die Jahre. Das wird sich bestimmt nicht ändern. Gryffindors sind stark.“ Irgendwie war Ginny an diesem Abend sehr zu großen Reden bereit. „Das was wir hier veranstalten wird in die Geschichtsbücher eingehen, meine Liebe. Hogwarts in Aufruhr. Schüler Duellieren sich auf den Gängen. Soweit ich weiß hat es das in solchen Ausmaßen wie in diesem Jahr noch nicht gegeben. Vielleicht sollten wir beide Autoren werden und genau DAS Geschichtsbuch schreiben.“ Ginny grinste. Irgendwie schien ihr der Gedanke zu gefallen. „Meinst du das kommt groß raus?“, natürlich meinte sie das nicht ganz so ernst, obwohl ihr die Idee gefiel.
Fiese Ideen gegen Slytherins kamen auch nicht von heute auf morgen. Die Besten kamen in kreativen Phasen, in der Ginny zwar irgendwo gerade schon steckte, aber nicht im Bezug auf Slytherins-Necker-Argerei.
Das Thema um Hochzeiten schien Ginny aber ziemlich abzulenken und auf andere Gedanken zu bringen. Sie dachte so gerne an Harry, auch wenn es irgendwo weh tat und sie konnte sich keinen anderen Ehemann in ihrem Leben vorstellen. Die Rothaarige fing an zu grinsen. Ja, sie war tatsächlich eine Romantikerin und träumte jetzt schon von einer wunderschönen Hochzeit. Anschließend folgte ein vielsagendes Grinsen und sie errötete, als sie Léas Anspielung vernahm. Vielleicht war es manchmal nicht gut, dass sie sich so auf Harry fixierte. Aber sie hegte einfach schon so viele Jahre etwas für ihn und ihrer Meinung nach war er der Grund dafür, warum es mit den anderen nicht geklappt hatte. Und nach der Beziehung mit ihm und dem Zeichen zu warten… Andere würden sie diesbezüglich naiv nennen, aber Ginny wartete tatsächlich auf Harry und sie war sich so sicher, dass er sie niemals verletzen würde. Sie vertraute ihm.
„Ach, wie war das nochmal mit Jamie?“, fragte sie nochmal nach und überlegte kurz „Oder Anthony, der ist doch ganz knuffig!“ Würde Ginny vielleicht gerade anfangen Verkupplungspläne anzufangen?
- Ava Rosenbaum - 15.01.2017
have you ever seen the rain?
SANTANA CRISHINGTON & AVA ROSENBAUM | 2.9.98 | ABENDS
Ava hatte sich mit Ana sowieso für heute Abend vor dem Abendessen verabredet, allerdings war sie nach der Schlappe mit Raven so aufgeregt, dass sie unruhig in der Eingangshalle hin- und herlief und wenn sie mal stehen blieb, dann wippte sie mit den Füßen auf und ab. Dabei blickte sie sich suchend um, wohl wissend, dass ihre Freundin schon in Kürze aufschlagen würde.
Ava war selten so ungeduldig – die Begegnung mit Raven heute Morgen hatte sie aber derart aufgewühlt, dass sie nun unbedingt mit jemandem darüber reden wollte. Sie musste ihrem Frust und ihrem Ärger und allem, was sich im letzten Jahr an Gefühlen gegenüber Raven so aufgestaut hatte, Luft machen und dafür eignete sich das Treffen mit Santana, einer der guten Freundinnen Avas, sehr gut, fand sie. Ana hatte ja auch mitbekommen, wie sehr Ava die Situation belastet hatte und immer noch belastete, sie würde sicherlich Verständnis dafür haben, dass Ava sich mal so richtig ausließ.
Endlich erschien Santana auf der Bildfläche. Sie kam die Treppe herunter und erblickte Ava schon von Weitem. Ava winkte ihr zu, strahlend. Sie versuchte, ihre Ungeduld zu verstecken, jedoch gelang ihr dies nicht sonderlich gut. Warum brauchte Ana so lange, um die Treppe hinunterzugehen? Ava wollte auch nicht zwingend in die Große Halle zum Abendessen gehen, um Ana alles zu erzählen – allein schon, weil die beiden Mädchen nicht im selben Haus waren und die Unterhaltung über mehrere Köpfe und Gänge hinweg sich eher ungünstig gestalten würde, aber auch, weil Raven womöglich zur selben Zeit zu dinieren gedachte und Ava für heute wirklich genug von dieser Person, die sie einmal ihre beste Freundin genannt hatte, gehört hatte.
Endlich hatte Fräulein Crishington das Erdgeschoss erreicht und Ava rannte fast auf sie zu. Nach einer kurzen, aber dennoch innigen Umarmung sprudelte es aus Ava heraus: „Ana, ich muss dir unbedingt was erzählen! Ganz, ganz, wirklich unfassbar dringend! Du ahnst nicht, wer in meinem Verwandlungskurs sitzt!“ Die Hufflepuff bemerkte, dass sie wieder diese fürchterlichen hektischen Flecken im Gesicht und im Dekolleté bekam, aber das war ihr für den Moment egal. Sie war froh, dass sie endlich Gelegenheit bekam, einmal so richtig Dampf abzulassen. Ein bisschen tat Santana ihr schon leid, dass sie sich gleich der Lawine von Aggressionen aussetzen musste, aber dafür waren Freunde doch da, oder?
- Santana Crishington - 16.01.2017
have you ever seen the rain?
or were you dancing
in the sun
02. september 1998 | ava & santana
Santana war wirklich mehr als froh, endlich wieder im Schloss zu sein. Natürlich war es nicht gerade einfach, weil sie immer noch auf der Liste der Risikopersonen stand und ständig irgendjemand vom Inquisitionskommando ihren Weg kreuzte. Aber das war zu verkraften. Die Hauptsache war doch eigentlich, dass sie wieder unter Menschen war und nicht zuhause versauerte. Sie musste jetzt auch keine Besuche mehr im Büro ihres Vaters machen. Das war schon deutlich angenehmer. Klar, sie hatte jetzt wieder Daria ständig um sich rum und es war irgendwie schwierig, dieser gut aus dem Weg zu gehen, ohne dabei gemein zu sein. Denn eigentlich stand ja nichts zwischen den Freundinnen. Eigentlich. Außer Anas Gefühle vielleicht.
Doch das verdrängte die Dunkelhaarige gerade wieder ganz gut, denn sie war mit ihrer Freundin Ava zum Abendessen verabredet. Es war zwar irgendwie komisch, dass sie nicht wie sonst immer mit Daria zu Abend essen würde. Aber eigentlich war das ja auch gerade in Santanas Interesse. Und so nahm sie zwei Stufen auf einmal nach unten und erreichte endlich das Erdgeschoss – nachdem die Treppen gefühlte hundert Mal die Richtung geändert hatten – und sah Ava auch schon. Santana lächelte und beschleunigte ihre Schritte noch etwas mehr, als sie auf sie zueilte. Sie wurde von Ava in eine irgendwie stürmische Umarmung verwickelt und lachte leise. „Hey, ich freue mich auch dich zu sehen!“, sagte Ana etwas atemlos und grinste ihre Freundin an. Doch Santana konnte kaum Luft holen, da hatte Ava auch schon das Wort ergriffen und plapperte drauf los. Santanas Stirn legte sich automatisch in Falten. „Okay, okay, langsam!“, sagte sie und machte eine beschwichtigende Bewegung.
Gerade war Santana nicht up-to-date, ob Ava vielleicht in irgendjemanden verknallt war. Sie hatten sich die Ferien lang nicht gesehen, weil Ana Hausarrest gehabt hatte. So war Ana gerade wirklich nicht informiert, ob sich da etwas getan hatte. „Keine Ahnung, spuck’s schon aus!“, drängte sie dann aber auch direkt und sah Ava gespannt an. „Und erzähl mir alles!“, fügte Ana noch hinzu und machte sich bereits auf eine sehr lange Antwort gefasst. Sie ahnte ja nicht, dass diese Aufgeregtheit von Ava etwas mit Raven zu tun hatte und nicht mit einem netten Typen oder sowas. Es würde also nicht mal ein erfreuliches Gespräch über Liebesdetails werden.
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