14.05.2018, 20:22 - Wörter:
Dolores Umbridge *
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26.09.2018, 12:21 - Wörter:
Lehrerzimmer
A chance to start again?
Minerva & Dolores | 12. Oktober 1998 | vormittags
Zwei Tage waren nun vergangen, seit Dolores Jane Umbridge an ihren alten Wirkungsort zurückgekehrt war. Sie konnte nicht gerade sagen, dass sie dieser Umstand erfreute, aber es hätte alles schlimmer kommen können. Nun war also ihr erster richtiger Arbeitstag gekommen, Montag, der 12. Oktober. Mitten im Schuljahr, wie unschön einfach mitten im Schuljahr einen Lehrerwechsel durchzuführen. Alles nur wegen dieser blöden Lilah Macnair, die ihr den Zaubereiministerposten vor der Nase weggeschnappt hatte. Aber gut, darüber hatte Dolores sich schon zur Genüge aufgeregt. Nun musste sie sich erst einmal dem Kollegium vorstellen, denn es hatte sich sicher einiges geändert, seitdem sie vor etwa zwei Jahren, nach einem Jahr im Amt des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste, wieder von hier verschwunden war. Niemand durfte sie verpassen, alle sollten wissen, dass Dolores Umbridge sich nicht unterkriegen ließ und sich, auch trotz des zugegebenermaßen unglücklichen Abgangs das letzte Mal, ihren Aufgaben stellte und ihre Pflichten ordnungsgemäß durchführte. Im Lehrerzimmer, so hatte sie es früher schon mitbekommen, wurde immer viel getuschelt, eine Tatsache, die sie ganz und gar nicht billigte. Sie hatte dies aber nicht erfahren, weil sie selber im Raum gewesen war. Nein, wenn sie hereinkam, verstummten immer alle. Dolores nahm dies als respektvolle Geste, da die Lehrer tief in ihrem Inneren wussten, dass sie sich inkorrekt benahmen und ihr Verhalten einer so hoch gestellten Person gegenüber anpassen wollten. Sie waren immerhin erwachsene Menschen und mussten sich nicht wie diese kleinen Biester benehmen, denen Klatsch und Tratsch wichtiger war als alles andere. Sie sollten lieber nur über berufliche Dinge reden, wenn überhaupt. Diesmal jedoch hörte Dolores nichts von dem Getuschel, das sie früher üblicherweise gehört hatte, wenn sie vor der Tür zum Lehrerzimmer gestanden hatte. Wahrscheinlich hatten mit den Veränderungen im Ministerium und überhaupt in der ganzen magischen Welt auch welche in Hogwarts stattgefunden. Den Lehrern wurden sicher endlich mal ein paar Manieren beigebracht. Dolores zupfte ihr rosafarbenes Kostüm zurecht und glättete das Pergament, das sie in der Hand hielt. Darauf hatte sie eine Rede vorbereitet, die sie dem Kollegium vortragen wollte, da sie diese Chance zu Beginn des Schuljahres ja nicht bekommen hatte. Nicht, dass sie unsicher war, vor ihren Kollegen zu reden, nein, aber mit etwas schriftlicher Unterstützung konnte sie ihre Punkte besser verdeutlichen.
Sie trat durch die Tür und erwartete einen vollen Raum mit Lehrern, die aufsahen, um ihr ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken- doch sie wurde enttäuscht. Im Lehrerzimmer befand sich lediglich Minerva McGonagall, mit der sie in der Vergangenheit des Öfteren aneinander geraten war. Ausgerechnet die. „Nanu, wo sind denn alle hin?“, fragte sie mit ihrer süßlichen Stimme und sah sich um, ob sie nicht doch jemanden übersehen hatte. Nach mehrfachem Hin-und Hersehen musste sie aufgeben und ging auf ihre alte Kollegin zu. „Schön, Sie wiederzusehen, Minerva“, sagte sie und hielt ihr die Hand hin. Dann legte sie den Kopf schief. „Ist bei Ihnen alles gut soweit?“
Minerva McGonagall
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09.10.2018, 18:09 - Wörter:
Lehrerzimmer
A chance to start again?
Minerva & Dolores | 12. Oktober 1998 | vormittags
Minerva McGonagall sollte wirklich dankbar sein, dass sie die Legilimentik nicht beherrschte. Ansonsten hätte sie Dolores Umbridge nur zu gerne erklärt, worüber im Lehrerzimmer üblicherweise getuschelt wurde – denn eben jenes Getuschel hatte mit Bekanntwerden des Lehrerwechsels erneut sehr stark zugenommen. Schön, die Stimmung mochte gedrückter sein, die Feinde waren zahlreicher geworden in Hogwarts, doch noch immer waren sich die meisten Lehrer in einer Sache einig: Der plötzliche Abgang von Dolores Umbridge durch den Zentaurenangriff hatte Hogwarts nur gutgetan. Auf den Fluch, der angeblich auf dem Posten des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste lag, war immer Verlass und in einigen Fällen ( Chrm, chrm. Lockhart. Umbridge.) hatte Minerva aus diesem Grund sogar mit Hoffnung dem Ende des Schuljahres entgegen geblickt. Immerhin, wie unerträglich die Lehrer auch sein mochten, musste man sie doch nur für eine absehbare Zeit erdulden. Aber was nützte dieser Fluch, wenn es noch andere Posten zu besetzen gab? Was nützte ein gewaltsamer Abgang, wenn diese … Person … nicht einmal erkannte, dass sie geschlagen war? Wenn das rosa Knallbonbon so mir nichts, dir nichts, nach Hogwarts zurückmarschierte, als sei nie etwas geschehen und als habe das ganze Schloss nur darauf gewartet: Dass endlich jemand kam, der die Schule aufräumte. Minerva seufzte angewidert. Vielleicht sollte sie an die Weasley-Zwillinge schreiben und sie bitten, noch einmal ein Chaos zu veranstalten, damit sie wenigstens über etwas lachen konnten?
Bisher jedenfalls war ihr eine Begegnung mit Dolores erspart geblieben und sie wusste nur vom Hörensagen, dass die böse Hexe hier wieder ihr Unwesen trieb. Aber das Glück war dieser Tage selten auf Minervas Seite. Und als hätte dieser Gedanke eine magische Wirkung, wurde die Tür zum Korridor geöffnet und herein trippelte niemand Geringeres als Professor Dolores Umbridge. Minerva erwiderte ihren Blick, stocksteif im Stuhl sitzend und schmallippig wie eh und je. Wäre sie doch nur mit Poppy und Pomona mitgegangen, als die angekündigt hatten, einen kleinen Spaziergang durch die Gewächshäuser machen zu wollen! Wie gelähmt blieb Minerva sitzen, als zöge das Unheil an ihr vorbei, wenn sie in Schockstarre verfiel … aber natürlich war das Glück einmal mehr nicht auf ihrer Seite. „Nanu, wo sind denn alle hin?“, erklang die Stimme, die Minerva so verabscheute, süßlich. Ihr Blick glitt zu dem Pergament, das Umbridge in den Händen hielt und ihre Nasenflügel blähten sich. Was auch immer auf diesem Pergament stand, es konnte auf keinen Fall etwas Gutes sein! Schon jetzt, obwohl kaum ein Wort gefallen war, spürte Minerva ihre angespannten Nerven. Sie war zu alt für so etwas! „Sie genießen ihre Pause andernorts“, entgegnete Minerva trocken, „Mir war nicht klar, dass eine Versammlung anberaumt war, die Einladung muss mir wohl entgangen sein.“ Tatsächlich hatte Minerva nichts dergleichen erhalten, auch wenn sie im Stillen dachte, dass sie eine parfümierte pinkfarbene Pergamentrolle (sie konnte die noch lebhaft vor ihrem geistigen Auge sehen) ohnehin ungeöffnet in den Kamin fallen lassen würde – versehentlich, selbstverständlich. Aber sie wusste, dass sie kein einziges Mal mehr ertragen konnte, nur das Wort 'Nachsitzen' zu lesen. Wie ein Aasgeier zog Dolores ein paar Runden im Lehrerzimmer und Minerva folgte ihr mit finsterem Blick.
Ihr Blick verfinsterte sich noch mehr, als Dolores schließlich vor ihr stehen blieb, ihre Freude verkündete und ihr die Hand reichte. Es brauchte alle Selbstbeherrschung, die Minerva aufbieten konnte, um ihren Händedruck zu erwidern. Doch sie entriss ihre Hand den Stummelfingern möglichst bald wieder. Sie konnte den Gruß nicht erwidern – so zuckersüß konnte sie einfach nicht sein! Doch weil Minerva nicht so früh schon offene Feindseligkeiten austauschen wollte, antwortete sie stattdessen in einem Mittelmaß aus gespielter Höflichkeit und versteckter Seitenhiebe: „Sie haben sich also gut von ihrem letzten Mal hier erholt, Dolores? Ausgezeichnet.“ So viele Antworten lagen Minerva auf der Zunge, so viele Dinge, die sie gerne gesagt hätte. Aber das wäre so schrecklich dumm! Also versuchte Minerva stattdessen, ihren eigenen Ratschlag zu befolgen: Die Zunge im Zaum und den Kopf in Deckung zu halten. „Mir geht es sehr gut, danke der Nachfrage. Haben Sie sich schon gut einleben können?“ Sie bemühte sich nicht um einen freundlichen Tonfall, noch zeigte sie sonderlich großes Interesse, doch alleine die falschen Worte störten Minerva schon sehr. Wenn Dolores sie jetzt zur besten Freundin haben wollte, sollte sie vielleicht doch noch über eine Änderung ihres zukünftigen Lebensplans Gedanken machen.
Dolores Umbridge *
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16.03.2019, 21:45 - Wörter:
Lehrerzimmer
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Minerva & Dolores | 12. Oktober 1998 | vormittags
Dolores wollte Minerva keineswegs zur besten Freundin haben, jedoch musste sie dies ja nicht allen auf die Nase binden. Es war immer besser sich seine Freunde nahe zu halten, noch näher aber seine Feinde. Jedoch glaubte Dolores nicht, dass man ihre und Minervas Beziehung wirklich besonders verbessern könnte. Dafür war die Gute einfach zu intelligent und zu widerspenstig.
Dolores konnte Minerva ansehen, dass diese wie erwartet nicht sonderlich erfreut über ihr Erscheinen war, dazu musste man nicht einmal diese dämliche und vollkommen unnütze Hellseherfähigkeit besitzen, die diese unfähige Wahrsagen Lehrerin von damals zu besitzen vorgab. Wie hieß die nochmal? Jedenfalls zählte sie nicht zu den Professoren, auf deren Anwesenheit sie bei ihrer Rede Wert gelegt hätte. Da war es ihr schon lieber, im Lehrerzimmer auf eine Person zu treffen, mit der man sich wenigstens anständig- oder halbwegs anständig- unterhalten konnte. Dolores konnte sie zwar nicht ausstehen, aber von ihrer Arbeit als Verwandlungslehrerin verstand diese Frau etwas.
Ihre Meinung über Minervas Unterricht schloss jedoch nicht ihre Meinung über ihre politische Haltung sowie ihre sonstige Art ein. Allein schon ihre erste Bemerkung, ob sich Dolores von ihrem letzten Aufenthalt auf Hogwarts erholt habe, ließ die Frau in rosa schon innerlich den Zauberstab zücken und ihr einen ganz hässlichen Fluch auf den Hals jagen. Mit irgendwelchen hässlichen Pusteln am ganzen Körper, die schrecklich juckten. Aber da Dolores sich wie immer komplett unter Kontrolle hatte, lächelte sie nur ein müdes Lächeln und antwortete vollkommen ruhig. „Ja, das letzte Mal hier war schon eine sehr anstrengende Zeit. Die Leute hier zur Ordnung zu bringen erfordert ein hohes Maß an Durchsetzungskraft und zehrt ganz schön an der Geduld.“ Dolores verwendete absichtlich das Wort „Leute“, damit sie das Kollegium damit gleich mit einschließen konnte, ohne dass es zu offensichtlich wurde. „Die Pause hat mir sehr gut getan, ebenfalls danke der Nachfrage.“ Dann erkundigte sich die Verwandlungsprofessorin, ob sie sich denn schon gut eingelebt habe. „Sagen wir mal so: Es hat sich nicht sonderlich viel seit letztem Mal verändert. Obwohl ich erst wenige Tage hier bin, habe ich mich schon wieder gut an alles gewöhnt. Bisher ist mir nur sehr der etwas unfreundliche Umgangston hier im Schloss aufgefallen. Es scheint ja nicht mehr Sitte zu sein, sich auf den Gängen zu begrüßen oder eben speziell die altbekannte Lehrerin willkommen zu heißen“, empörte sie sich. Dass sie sich an alles gut gewöhnt hätte, war einfach nur eine Floskel, die ihr gerade in den Sinn gekommen war. In Wahrheit hatte sie nicht die geringste Ambition, sich an alles zu gewöhnen. Hier gab es einige mehr Dinge, die sie störten, als nur Schüler, die sie auf den Gängen nicht grüßten, erkannten oder gar vor ihr wegliefen. Hier musste sich dringend einiges ändern, denn es schien, als hätte es seit ihrem Abgang nur Rückschritte gegeben. Aber was konnte man auch anderes erwarten von diesen äußerst unqualifizierten Leuten, die hier neu angestellt worden waren? Die waren vielleicht besser als die davor, jedoch immer noch weit entfernt davon, gut in ihrem Job zu sein. Und das konnte sie sogar beurteilen, obwohl sie noch keinem von ihnen begegnet war. Das merkte man schon an der Atmosphäre. Und daran, wer ihr Vorgesetzter war.
Minerva McGonagall
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03.04.2019, 21:55 - Wörter:
Lehrerzimmer
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Minerva & Dolores | 12. Oktober 1998 | vormittags
Minerva hätte die juckenden Pusteln der Anwesenheit von Dolores vorgezogen, doch wieder einmal war ihre Meinung in dieser Angelegenheit nicht gefragt. Leute. Ihr entging die Formulierung nicht, die diese Frau gebrauchte, als sie keineswegs nur davon sprach, die Schüler zur Ordnung zu rufen. Aber Minerva war relativ zuversichtlich, dass sich Umbridge, wie auch schon beim nächsten Mal, die Zähne daran ausbeißen würde. Vielleicht mochte sie ihre dummen Regeln eine Weile durchsetzen können, doch auf Dauer zehrte das wirklich zu sehr an der Geduld, in diesem Punkt musste Minerva ihr heimlich zustimmen. Die Todesser waren ein Zustand, der bekämpft werden musste; Umbridge hingegen musste man nur lange genug aussitzen, wenn man konnte! „Schön“, antwortete Minerva trocken, „Dann können Sie sich ja nun wieder frisch erholt ihrer wertvollen Aufgabe widmen.“ Und hoffentlich dauerte es nicht allzu lange, bis die Schüler den ein oder anderen tragbaren Sumpf installierten, damit Minerva auch endlich mal wieder was zu lachen hatte. Sie nahm sich an der Stelle fest vor, vor ihren älteren Klassen einmal kurz an jene denkwürdigen Wochen zu erinnern, in denen Filch die Schüler mit einem Kahn zum Unterricht hatte staken müssen.
„Ja, es herrscht leider eine gewisse … Unzufriedenheit.“ Minerva räusperte sich und ließ Umbridge nicht aus den Augen, während sie stark auf ihre Wortwahl achtete. „Aber ich bin zuversichtlich, dass der freundliche Umgangston zurückkehrt, wenn die Ursache dieser Unzufriedenheit erst einmal gefunden und beseitigt wurde.“ Sie persönlich hatte überhaupt keine Probleme damit, auf den Gängen nicht gegrüßt zu werden, aber Minerva verkniff sich einen Kommentar dazu gerade noch. Sie konnte sich nur zu gut ausmalen, wie wenig sich auch nur ein Schüler zu einem freundlichen Lächeln hinreißen ließ, denn selbst die jüngeren unter ihnen dürften mittlerweile genug Geschichten über die früheren Lehrer gehört haben. „Haben Sie denn schon erste Maßnahmen im Sinn, die Sie gerne umsetzen würden?“ Haben Sie denn schon erste Ideen, wie sie weiter meine Schüler drangsalieren und die Entstehung der nächsten Generation von Unruhestiftern provozieren können?
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