16.03.2019, 21:45 - Wörter:
Lehrerzimmer
am 01.01.1970
Dolores wollte Minerva keineswegs zur besten Freundin haben, jedoch musste sie dies ja nicht allen auf die Nase binden. Es war immer besser sich seine Freunde nahe zu halten, noch näher aber seine Feinde. Jedoch glaubte Dolores nicht, dass man ihre und Minervas Beziehung wirklich besonders verbessern könnte. Dafür war die Gute einfach zu intelligent und zu widerspenstig.
Dolores konnte Minerva ansehen, dass diese wie erwartet nicht sonderlich erfreut über ihr Erscheinen war, dazu musste man nicht einmal diese dämliche und vollkommen unnütze Hellseherfähigkeit besitzen, die diese unfähige Wahrsagen Lehrerin von damals zu besitzen vorgab. Wie hieß die nochmal? Jedenfalls zählte sie nicht zu den Professoren, auf deren Anwesenheit sie bei ihrer Rede Wert gelegt hätte. Da war es ihr schon lieber, im Lehrerzimmer auf eine Person zu treffen, mit der man sich wenigstens anständig- oder halbwegs anständig- unterhalten konnte. Dolores konnte sie zwar nicht ausstehen, aber von ihrer Arbeit als Verwandlungslehrerin verstand diese Frau etwas.
Ihre Meinung über Minervas Unterricht schloss jedoch nicht ihre Meinung über ihre politische Haltung sowie ihre sonstige Art ein. Allein schon ihre erste Bemerkung, ob sich Dolores von ihrem letzten Aufenthalt auf Hogwarts erholt habe, ließ die Frau in rosa schon innerlich den Zauberstab zücken und ihr einen ganz hässlichen Fluch auf den Hals jagen. Mit irgendwelchen hässlichen Pusteln am ganzen Körper, die schrecklich juckten. Aber da Dolores sich wie immer komplett unter Kontrolle hatte, lächelte sie nur ein müdes Lächeln und antwortete vollkommen ruhig. „Ja, das letzte Mal hier war schon eine sehr anstrengende Zeit. Die Leute hier zur Ordnung zu bringen erfordert ein hohes Maß an Durchsetzungskraft und zehrt ganz schön an der Geduld.“ Dolores verwendete absichtlich das Wort „Leute“, damit sie das Kollegium damit gleich mit einschließen konnte, ohne dass es zu offensichtlich wurde. „Die Pause hat mir sehr gut getan, ebenfalls danke der Nachfrage.“ Dann erkundigte sich die Verwandlungsprofessorin, ob sie sich denn schon gut eingelebt habe. „Sagen wir mal so: Es hat sich nicht sonderlich viel seit letztem Mal verändert. Obwohl ich erst wenige Tage hier bin, habe ich mich schon wieder gut an alles gewöhnt. Bisher ist mir nur sehr der etwas unfreundliche Umgangston hier im Schloss aufgefallen. Es scheint ja nicht mehr Sitte zu sein, sich auf den Gängen zu begrüßen oder eben speziell die altbekannte Lehrerin willkommen zu heißen“, empörte sie sich. Dass sie sich an alles gut gewöhnt hätte, war einfach nur eine Floskel, die ihr gerade in den Sinn gekommen war. In Wahrheit hatte sie nicht die geringste Ambition, sich an alles zu gewöhnen. Hier gab es einige mehr Dinge, die sie störten, als nur Schüler, die sie auf den Gängen nicht grüßten, erkannten oder gar vor ihr wegliefen. Hier musste sich dringend einiges ändern, denn es schien, als hätte es seit ihrem Abgang nur Rückschritte gegeben. Aber was konnte man auch anderes erwarten von diesen äußerst unqualifizierten Leuten, die hier neu angestellt worden waren? Die waren vielleicht besser als die davor, jedoch immer noch weit entfernt davon, gut in ihrem Job zu sein. Und das konnte sie sogar beurteilen, obwohl sie noch keinem von ihnen begegnet war. Das merkte man schon an der Atmosphäre. Und daran, wer ihr Vorgesetzter war.
Dolores konnte Minerva ansehen, dass diese wie erwartet nicht sonderlich erfreut über ihr Erscheinen war, dazu musste man nicht einmal diese dämliche und vollkommen unnütze Hellseherfähigkeit besitzen, die diese unfähige Wahrsagen Lehrerin von damals zu besitzen vorgab. Wie hieß die nochmal? Jedenfalls zählte sie nicht zu den Professoren, auf deren Anwesenheit sie bei ihrer Rede Wert gelegt hätte. Da war es ihr schon lieber, im Lehrerzimmer auf eine Person zu treffen, mit der man sich wenigstens anständig- oder halbwegs anständig- unterhalten konnte. Dolores konnte sie zwar nicht ausstehen, aber von ihrer Arbeit als Verwandlungslehrerin verstand diese Frau etwas.
Ihre Meinung über Minervas Unterricht schloss jedoch nicht ihre Meinung über ihre politische Haltung sowie ihre sonstige Art ein. Allein schon ihre erste Bemerkung, ob sich Dolores von ihrem letzten Aufenthalt auf Hogwarts erholt habe, ließ die Frau in rosa schon innerlich den Zauberstab zücken und ihr einen ganz hässlichen Fluch auf den Hals jagen. Mit irgendwelchen hässlichen Pusteln am ganzen Körper, die schrecklich juckten. Aber da Dolores sich wie immer komplett unter Kontrolle hatte, lächelte sie nur ein müdes Lächeln und antwortete vollkommen ruhig. „Ja, das letzte Mal hier war schon eine sehr anstrengende Zeit. Die Leute hier zur Ordnung zu bringen erfordert ein hohes Maß an Durchsetzungskraft und zehrt ganz schön an der Geduld.“ Dolores verwendete absichtlich das Wort „Leute“, damit sie das Kollegium damit gleich mit einschließen konnte, ohne dass es zu offensichtlich wurde. „Die Pause hat mir sehr gut getan, ebenfalls danke der Nachfrage.“ Dann erkundigte sich die Verwandlungsprofessorin, ob sie sich denn schon gut eingelebt habe. „Sagen wir mal so: Es hat sich nicht sonderlich viel seit letztem Mal verändert. Obwohl ich erst wenige Tage hier bin, habe ich mich schon wieder gut an alles gewöhnt. Bisher ist mir nur sehr der etwas unfreundliche Umgangston hier im Schloss aufgefallen. Es scheint ja nicht mehr Sitte zu sein, sich auf den Gängen zu begrüßen oder eben speziell die altbekannte Lehrerin willkommen zu heißen“, empörte sie sich. Dass sie sich an alles gut gewöhnt hätte, war einfach nur eine Floskel, die ihr gerade in den Sinn gekommen war. In Wahrheit hatte sie nicht die geringste Ambition, sich an alles zu gewöhnen. Hier gab es einige mehr Dinge, die sie störten, als nur Schüler, die sie auf den Gängen nicht grüßten, erkannten oder gar vor ihr wegliefen. Hier musste sich dringend einiges ändern, denn es schien, als hätte es seit ihrem Abgang nur Rückschritte gegeben. Aber was konnte man auch anderes erwarten von diesen äußerst unqualifizierten Leuten, die hier neu angestellt worden waren? Die waren vielleicht besser als die davor, jedoch immer noch weit entfernt davon, gut in ihrem Job zu sein. Und das konnte sie sogar beurteilen, obwohl sie noch keinem von ihnen begegnet war. Das merkte man schon an der Atmosphäre. Und daran, wer ihr Vorgesetzter war.