06.12.2018, 20:10 - Wörter:
Die Ruine
am 01.01.1970
Halloween
31. Oktober 1998, abends
Carter hörte sich weiter die Geschichten über Lees Exfreundin an. „Hattest du denn nach ihr noch einmal eine ernsthafte Beziehung?“, fragte er dann noch nach. Er hörte weiter zu und musste ein wenig schmunzeln, als Lee von der Schulzeit sprach. Als er das tat, wurde Carter nochmal bewusst, wie jung Lee ja noch war. Bei Lee war die Schulzeit noch gar nicht SO lange her. „Das klingt für mich ganz so, als hätte es bei euch aufs Neue gefunkt“, sagte er und lächelte Lee ein bisschen an, „man sagt ja manchmal, man soll alte Liebe nicht aufwärmen. Aber warum eigentlich nicht? Für mich hört sich das mit euch alles ziemlich süß an.“ Carter hatte Lee jedenfalls noch nie so von einer Frau schwärmen hören. Deswegen wollte er es auch sehr gerne unterstützen, dass aus dieser Liebe wieder etwas wurde. Carter liebte jede Liebesgeschichte und machte deswegen auch direkt diverse Vorschläge. Als Lee davon jedoch etwas überfahren wirkte, lachte der ältere Barkeeper kurz auf. „Tut mir leid“, sagte er entschuldigend, „Ich wollte nicht übers Ziel hinausschießen. Aber du klingst so verknallt. Ich wollte dir nur helfen.“ Er lächelte nochmal und klopfte seinem Mitarbeiter auf die Schulter.
Carter musste dann jedoch ein wenig sarkastischer lachen, weil Lee so tat, als wäre seine Beziehung zu Lelia so _einfach_. „Ja, mit Bonnie war es sehr kompliziert und es ist gut, dass das vorbei ist“, antwortete er, „aber mit Lelia ist es auch sehr kompliziert. Nur aus ganz anderen Gründen.“ Wahrscheinlich war die Liebe einfach insgesamt kompliziert. „Naja, wir lieben uns sehr und ich möchte unbedingt ein Baby mit ihr“, erklärte Carter auf Lees nächste Frage hin, „wenn sie jetzt lügt und mich als Vater verleumdet wäre das natürlich schon schlimm. Wenn ich ein Kind habe aber das nicht öffentlich sein darf, wäre das schon sehr schrecklich…“ Für Carter war es keine Option, dass Lelia behauptete, ihr Baby wäre von jemand anderem. Das wäre doch die reinste Folter. „Ich liebe sie über alles und bin super glücklich“, erklärte er weiter, „aber die Umstände sind sehr frustrierend. Die machen mich oft fertig…“
Auf der Party wurde es langsam immer voller und Carter beobachtete interessiert die Gäste und ihre Kostüme. Die Leute schienen Spaß zu haben und die Party schien gut zu laufen. Das hier war wirklich mal eine gute Abwechslung, um den Kopf ein wenig frei zu bekommen.
