30.11.2017, 14:14 - Wörter:
Eingangshalle
am 01.01.1970
Strange Birds
You’ve always loved the strange birds,
Now I want to fly into your world
I want to be heard
SANTANA Crishington && AURELIA Bletchley
14.10.1998, mittags
„Hinterher ist man doch immer klüger. Am schlimmsten wäre es gewesen sie alleine gehen zu lassen.“, versuchte Aurelia ihre Freundin etwas aufzubauen. Sie fand es wirklich ziemlich mutig von Santana, dass sie Daria auf diese Art und Weise beigestanden hatte. Ihr musste ja klar gewesen sein, dass dieses Vorhaben mit einem enormen Risiko einherging. Und trotzdem war sie mit abgehauen. Aurelia tat es ehrlich leid, dass Ana so geknickt war, weil alles schief gegangen war. Sie konnte es nur zu gut verstehen und trotzdem wusste sie nicht recht was sie sagen konnte um sie aufzubauen. Sie war noch nie sonderlich gut darin gewesen die richtigen Worte zu finden. „Ich finde es auf bemerkenswert, egal wie es ausgegangen ist.“, sagte sie deshalb nur und nickte bestimmt.
„Irgendwie bin ich froh, dass du jetzt erstmal da bleibst.“, sagte sie und lachte etwas verlegen auf. „Ich meine, also nicht, dass ich die Umstände gut finde, die sind natürlich doof und ich hätte dir auch gewünscht, dass das anders ausgeht. Und dass du mehr Freiheiten hast. Ähm, also, ich meine, naja, es ist jetzt nicht gut, dass du unter Beobachtung stehst. Das wollte ich damit jetzt nicht sagen.“, sie redete sich hier um Kopf und Kragen, stotterte völlig verlegen herum und wusste selbst nicht, was genau sie Santana damit eigentlich sagen wollte. Etwas verwirrt und leicht hilflos sah sie Santana an, bevor sie fast unmerklich den Kopf schüttelte. „Eigentlich wollte ich nur sagen, dass Hogwarts zur Zeit eh schon trist genug ist und ohne dich wird’s nur noch schlimmer.“
Sie atmete einmal tief durch, als sie endlich ihre Gedanken ausgesprochen hatte und sah wieder etwas geordneter aus.
„Wie hat dein Halbbruder euch denn gefunden? Und war er auch sauer? Oder nur dein Vater?“, fragte sie neugierig. Bisher hatte es immer so geklungen, als hätten Santana und ihr Bruder ein gutes Verhältnis zueinander. „Du meinst, dass Daria mehr Ärger bekommt weil sie Muggelgeboren ist?“, fragte sie und kannte die Antwort eigentlich schon. „Das ist alles so ungerecht und dämlich.“, sagte sie nun ziemlich aufgebracht und ballte die Fäuste. Es war so absurd, dass es plötzlich ein Problem war, wenn man muggelstämmig war. Aus diesen Zeiten waren sie doch schon längst raus. Es fühlte sich an, als würden sie mitten in einer Geschichtsstunde stecken, mit dem Unterschied, dass alles real war. „Das ist doch klar, dass ich für dich da bin.“, sagte sie nochmal bestätigend und sah Santana lächelnd an.
„Ja, leider. Die nimmt das mit den Regeln auch etwas zu ernst.“, seufzte Relia. „Ich bin nachts auf dem Flur beim Kuchenessen erwischt.“, erklärte sie und kam nicht drum herum loszulachen. „Klingt ziemlich gefährlich, oder?“ Klar, fand sie es dumm, dass sie erwischt worden war und ihre Strafe hatte absitzen müssen. Doch der Grund war so lächerlich, dass sie es einfach nicht ernst nehmen konnte. „Dabei bin ich schon so oft nachts durch die Gänge geschlendert. Seit der zweiten Klasse mache ich das. Das macht doch jeder Mal, aber bisher war das nie so ein großes Ding.“, sie zuckte nur mit den Schultern und sah Ana grinsend an. „In Zukunft wird ich aber mehr aufpassen!“