23.10.2017, 19:38 - Wörter:
Eingangshalle
am 01.01.1970
Strange Birds
You’ve always loved the strange birds,
Now I want to fly into your world
I want to be heard
SANTANA Crishington && AURELIA Bletchley
14.10.1998, mittags
Santana kam so stürmisch auf sie zugelaufen um sie zu umarmen, dass Aurelia erstmal etwas überrumpelt war. So eine begeisterte Begrüßung hatte sie nicht erwartet. Es freute sie aber. Nach einem kurzen Überraschungsmoment schloss sie endlich die Arme um das Mädchen um die Umarmung genauso freudig zu erwidern. So standen die beiden Schülerinnen Arm in Arm innig beieinander und verharrten so einige Sekunden. Es tat erstaunlich gut Santana so nah bei sich zu spüren. Dabei war Relia gar kein Mensch, der Körperkontakt suchte oder extrem schätze. Oft fühlte sie sich dabei eher unwohl und überrumpelt. Bei Ana war das aber irgendwie anders. Ihre Freundin schien sich genauso zu freuen sie zu sehen, wie sie selbst. Das löste ein warmes Gefühl in ihr aus, das sie leicht irritierte, aber das so wohltuend war, dass sie es gerne genoss.
„Es ist auch so schön dich zu sehen!“ Santana erzählte ihr auch sofort was passiert war, wo sie sich herumgetrieben hatte und warum sie jetzt wieder in Hogwarts war. Ja, das war alles voraussehbar gewesen. Dennoch fand sie es unglaublich mutig und in ihren Augen hatte Santana keinerlei Grund kleinlaut zu sein. „Das war extrem leichtsinnig von euch, aber auch so mutig und bewundernswert.“, sagte sie leiste und lächelte Ana an. „Ich bin aber froh, dass euch nichts passiert ist! Ich hab mir solche Sorgen gemacht…“, gab sie nun ehrlich zu und schaute kurz zu Boden um dann wieder Ana in die Augen zu sehen. „Wie habt ihr es denn überhaupt geschafft zu türmen? Und wie seid ihr denn gefunden und geschnappt worden? Sag mir bitte, dass sie nett zu euch waren und euch nichts passiert ist!“, Ana würde ihr alles bis ins kleinste Detail erzählen müssen. „Hattet ihr denn irgendein Ziel oder wolltet ihr einfach nur weg von hier?“ Sie konnte es zu gut verstehen. In den letzten Tagen fragte sie sich auch immer öfter ob es nicht ein Fehler gewesen war nach Hogwarts zurück zu kommen. Auch in ihr keimte vermehrt der Impuls auf, einfach abzuhauen. Stattdessen hatte sie ehrlich ihre Meinung gesagt und stand deswegen jetzt unter Beobachtung. Die Wahrheit war es jedoch Wert, sie würde nicht behaupten, dass sie die derzeitige Politik toll fand, nur weil es leichter war. „Ja, ich steh unter Beobachtung. Die haben so Fragebögen ausgeteilt, die jeder beantworten musste. Ich hab einfach nur die Wahrheit gesagt, irgendjemand muss es ja tun. Ich hab nur gesagt, dass ich die neuen Regeln auf Hogwarts lächerlich finde und die Regierung auch nicht unterstütze. Jetzt gelte ich wohl als eine Art Risikoperson.“, sie rollte mit den Augen und versuchte das nicht zu dramatisch klingen zu lassen. Sie wollte nicht, dass Ana sich Sorgen machte. Immerhin hatte sie schon genug Ärger am Hals. Sie ließ sich von Santana zur Bank führen und setzte sich neben ihr. In ihrer Nähe fühlte sie sich irritierend wohl, es war so leicht und angenehm mit ihr. „Das macht doch nichts. Ich kann das ja verstehen… Ich war nur so verwirrt, als du plötzlich weg warst.“ Nun war sie es die Ana bei der Hand nahm und diese beruhigend streichelte. Klar hatte sie sie vermisst und war irgendwie enttäuscht gewesen. Es hatte sich kurz so angefühlt wie immer. Dass sie jemanden mochte und begann zu vertrauen und dann war dieser knall auf fall weg. Doch da die Zeiten gerade wirklich nicht einfach waren und sie mitbekommen hatte, dass Ana mit Daria zusammen getürmt war, hatte sie es irgendwie verstehen können. Danach hatte das Vermissen die Enttäuschung überwiegt.