27.01.2017, 19:17 - Wörter:
Eingangshalle
am 01.01.1970
or were you dancing
in the sun
02. september 1998 | ava & santana
Santana war von dieser Freundschaftssache mit Raven echt nicht so angetan. Sie fand nicht, dass Ava diese Behandlung verdient hatte. Und sie wollte gerne helfen, aber was konnte sie da schon ausrichten? Es war ja doch irgendwie Avas Angelegenheit und die musste wissen, wie sie am besten damit umgehen wollte. Ana schüttelte etwas den Kopf. „Die hat doch echt irgendwie einen Knall, oder?“, fragte Ana nun doch leise und tippte sich leicht mit dem Zeigefinger an die Schläfe. Sie seufzte und zuckte etwas mit den Schultern. Natürlich wollte Santana aber eigentlich nicht lästern, sondern helfen und das Verhalten von Raven irgendwie erklären, um Ava ein paar Möglichkeiten aufzuzeigen. „Sie kann anscheinend aber auch gar nicht mit Konflikten umgehen.“, mutmaßte Ana deswegen und nickte nochmal. „Sie kann nicht das ganze Schuljahr fehlen, nein. Aber vielleicht kommt sie ab jetzt immer so spät, dass keine Gelegenheit für irgendwelche Konfrontationen ist oder so. Ich glaube nicht, dass Raven es nochmal auf so eine Unterhaltung ankommen lassen wird.“, sagte Santana langsam und zuckte mit den Schultern. Sie wusste es natürlich nicht, denn sie kannte Raven auch einfach nicht gut. Aber das war eben das, was sie vermutete. „Vielleicht musst du dich wirklich bedeckt halten und ihr Zeit geben. Raven scheint momentan nicht sie selbst zu sein. Sie kann sich vielleicht wirklich nicht mit … ihren eigentlichen Freunden auseinandersetzen!“
Doch was wusste Ana schon über die Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen. Klar, es äußerte sich immer anders, aber letztlich konnte man nur mutmaßen. Sie wusste ja nicht, ob das Verhalten von Raven wirklich auf ihr traumatisches Ereignis – den Verlust ihres Bruders – zu schieben war. „Du hast deine Zeit nicht verschwendet, Ava. Sie war deine Freundin und vielleicht wird sie es wieder sein, wenn sie sich wieder gefangen hat. Du hast alles für diese Freundschaft gegeben und das kannst du dir doch hoch anrechnen. Du wärst noch unglücklicher, wenn du nichts gemacht hättest. Du hast nichts unversucht gelassen, das ist etwas Gutes.“, sagte Ana aufmunternd und lächelte schief. Sie zuckte mit den Schultern. „Ist doch okay. Du brauchst dich dafür nicht entschuldigen.“ Santana strich ihrer Freundin über den Arm und lächelte. „Na siehst du. Das ist doch schon was.“, sagte sie aufmunternd und nickte wieder. Sie hasste es, Ava so leiden zu sehen und war froh, wenn die Hufflepuff wieder ein bisschen neuen Mut schöpfen konnte.