05.10.2015, 15:19 - Wörter:
Eingangshalle
am 01.01.1970
SANTANA CHRISTINGTON & NASTY ANGELOI
24. JUNI 1998 | vormittags
Da war es endlich, das Winden und Krümmen unter ihren gezielt verletztenden Worten. Nasty erfreute sich sichtlich an der demütigenden Situation und das herabwürdigende Lächeln war auch durch das kurze Aufblitzen von Widerstand nicht mehr von ihren Lippen zu wischen. Die Slytherin hatte das Mädchen zu packen bekommen und würde so schnell nicht mehr loslassen, besonders da sie auf das Wort „abartig“ besonders schön ansprang. Sicherlich würde Nasty es an der einen oder anderen Stelle nochmal einstreuen können und auch sonst besonders betonen, was sie von dieser anomalen Vorliebe hielt. Aber auch so lieferte Santana ihr genug Zündstoff, um noch weiter Salz in die offensichtliche Wunde streuen zu können. Vielleicht würde die Ravenclaw ja vor lauter Aufregung und Peinlichkeit gleich in Ohnmacht fallen oder einen Herzinfarkt erleiden? Das wäre doch mal ein Spaß! Weit hin konnte es nicht mehr sein, so wie das Mädchen nach Luft schnappte.
„Schön für dich.“, antwortete die blonde Hexe zunächst beinahe nett. Dann funkelte da wieder dieser sadistische Funke in ihren Augen, ehe sie in einem mitleidigen bis angewiderten Tonfall hinzufügte: „Für ihn wahrscheinlich weniger, wenn er nur als Tarnung herhalten muss. Aber gut, ich hoffe, ihr haltet euch wenigstens vorschriftsmäßig an die Erlasse, damit sie sich sowas wie du nicht auch noch vermehrt.“
Vielleicht sollte sie Jamie bei nächster Gelegenheit mal unter die Nase reiben, was er sich da für eine tolle Freundin angelacht hatte? Immerhin hatte die Ravenclaw ihr ja so freundlich informationsfreudig schon den Namen ihres Freundes genannt. Das würde Santanas Lage noch aussichtsloser machen. Aber spaßig wäre es eigentlich fast nur, wenn sie dann bei der folgenden Auseinandersetzung dabei sein könnte. Vielleicht würde sie ihrem Gegenüber aber auch nur Arbeit abnehmen? Nasty würde diese Überlegungen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, denn jetzt hieß es erst einmal, sich so richtig schön in der Verzweiflung des anderen Mädchens zu suhlen.
Bei der folgenden emotionalen Explosion Santanas lachte die Slytherin freudig auf. Dann sah sie sich demonstrativ um und begutachtete ein paar Schüler, die sich in der Eingangshalle nach den beiden neugierig umgedreht hatten. Natürlich wollte sich keiner mit der Anführerin des Inquisitionskommandos auseinandersetzen und ein Großteil von ihnen hatte wohl auch echtes Mitleid mit ihrem heulenden Opfer, aber mehr als ein kurzes Stehenbleiben und leises Getuschel kam von keinem von ihnen. Da sie nun Publikum hatten und Santana kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand, kam Nasty erst richtig in Fahrt. Sie würde nicht nur weiter auf die offensichtlichen Schwachstellen ihres Gegenübers schlagen. Ihr war auch eine Idee gekommen, mit der sie gleich noch jemanden in die Pfanne würde hauen können.
„ICH entscheide hier immer noch, wer beschützt werden muss und wer nicht. Und du hälst dich entweder an meine neue Regelung oder ich werde nicht nur deine Eltern von deiner perversen Neigung erzählen, sondern dir auch noch gleich ein Verhältnis mit einem Mädchen meiner Wahl andichten. Kapiert?!“ Die Idee war eigentlich zu gut, um sie nur in der Hinterhand zu behalten. Aber Nasty wollte zum einen die Macht über Santana behalten und zum anderen konnte man notfalls Lydia nach der hinterlistigen Aktion mit Brandon auch locker andere schändliche Taten wie eine Knutscherei mit einem Mädchen andichten, dafür brauchte sie die Ravenclaw nicht unbedingt.