30.09.2015, 19:06 - Wörter:
Eingangshalle
am 01.01.1970
i’m not supergirl
nasty angeloi & santana crishington
24. Juni 1998 | vormittags | eingangshalle
Santanas Unterlippe hatte bereits gefährlich angefangen zu zittern. Der Nervenzusammenbruch stand wirklich kurz bevor… kein Wunder! Was für eine riesen Scheiße! Warum hatte sie denn nicht darüber nachgedacht, dass eventuell die Briefe überprüft wurden? Bei all den strikten Handhabungen auf Hogwarts war das doch wirklich naheliegend. „Die Bedeutung von ‚abartig‘ kenne ich sehr genau.“, nuschelte Ana durch ihre zusammengepressten Zähne. Sie musste sich nun wirklich beherrschen und sie wusste nicht, ob sie bei einem Zusammenbruch heulen oder rumschreien würde. Oder gleich beides. „Ich kann dir jedenfalls versichern, dass das Wort nicht auf mich zutrifft. Ich bin nicht abartig!“ Die Ravenclaw reckte ihren Kopf nach oben und bewies erneut ein bisschen Kampfgeist. Sie ließ sich hier nicht einfach so runterputzen, sie war nicht abartig und sie… verdammt, sie war so dämlich. Wie hatte sie sich sowas nur erlauben können!
„Es geht ja wohl nicht um den NAMEN? Den habe ich mir doch nicht ausgesucht!“ Santanas Stimme war deutlich schriller und lauter geworden. Schweißperlen bildeten sich auf ihrer Stirn und generell fing ihr ganzer Körper an zu schwitzen. Ein sehr unangenehmes Gefühl! Ana stemmte die Hände in die Hüften, um etwas Luft an ihre Achseln zu lassen. Sie konzentrierte sich auf regelmäßiges Atmen, um weiter denken zu können. „Ist aber auch egal. Ich habe jedenfalls einen Freund.“, sagte Ana etwas kraftlos und schnaufte. Wo war ihr Freund eigentlich, wenn sie ihn brauchte…? Wobei nein, er durfte lieber mal wegbleiben, bevor Nasty ihm den Kuss unter die Nase rieb. Das musste nun wirklich nicht passieren, auch wenn Ana eh bereits vorhatte, die Beziehung zu beenden. So konnte es einfach nicht weitergehen!
Santana spürte nun, wie die Hitze in ihre Wangen kroch und wie das Blut in ihr zu kochen begann. Sie ballte die Hände zu Fäusten und biss sich auf die Lippe. Sie durfte jetzt nicht explodie… „ICH BIN KEINE BEDROHUNG UND MAN MUSS AUCH NIEMANDEN VOR ABNORMALEN ÜBERGRIFFEN SCHÜTZEN! ICH BIN NICHT ABNORMAL UND ICH…“ Ana hielt die Luft an und stockte in ihrem Schreien. Es war ein Nervenzusammenbruch vom Feinsten: Sie schrie und die Tränen liefen ihr bereits über die Wangen. Sie musste scheußlich aussehen! Santana räusperte sich und vergrub das Gesicht in den Händen. „Ich bin nicht abnormal und ich greife auch niemanden an… wegen mir muss doch niemand beschützt werden.“, schluchzte sie nun verzweifelt und schüttelte den Kopf. Oder war sie doch abnormal und brauchte Hilfe? Das konnte doch nicht sein… wenn ihr Vater davon erfuhr! Er würde es ganz sicher auch abnormal und verwerflich finden… er würde… Ana wollte gar nicht darüber nachdenken. „Meine Eltern…“ Santana schluckte und brach im Satz ab. Sie wusste nicht, was sie noch sagen sollte und sie wusste auch nicht wie. Ihre Stimme erstarb einfach, war nicht mehr fähig zu funktionieren.