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HERZLICH WILLKOMMEN IM A MAGICAL LIFE. WIR SIND EIN MAGISCHES RPG, DAS SEIT DEM 06. NOVEMBER 2006 BESTEHT UND URSPRÜNGLICH AUF EINER BELIEBTEN SIEBENTEILIGEN BÜCHERREIHE UM EINEN JUNGEN ZAUBERLEHRLING BASIERTE. INZWISCHEN SPIELEN WIR NACH EIGENER STORYLINE IN DEN POLITISCHEN WIRRUNGEN ZWISCHEN VORHERRSCHAFT DES ALTHERGEBRACHTEN UND HUNGER AUF UMBRUCH, SIND IM DISCORD ZEITALTER ANGEKOMMEN UND BIETEN EINEM BUNTEN HAUFEN AN CHARAKTER- UND STORYIDEEN EIN ZUHAUSE. WIR FREUEN UNS IMMER ÜBER ZUWACHS <3
Splitter, der Orden und die ehemaligen Todesser haben den gemeinsamen Feind Atlas Yaxley, bekämpfen sich aber auch gegenseitig – jede Gruppierung strebt auf ihre Art nach Macht. Eine Übersicht über die aktuellen politischen Wirrungen findet ihr HIER
Reinblüter:innen und Todesser:innen fühlen sich in diesen Zeiten eindeutig zu sicher in ihren eigenen Wohnzimmern und das will Splitter ändern. Deshalb planen sie eine ausdrucksstarke Aktion mit Bomben durch das Flohnetzwerk. » NEUGIERIG?
Eine Quidditchbenefizveranstaltung auf Hogwarts während der Sommerpause der Saison soll neue Spenden für das Schloss generieren. Es gibt Häppchen, Konfetti und gut gelaunte C-Sportler. » NEUGIERIG?
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Geschrieben von Jacob Byers - 13.08.2019, 18:09
is it still you and i
FOREVER?
WETHER YOU LIKE IT OR YOU DON’T
SOMETIMES WE LIVE ALONE
POLLY & JACOB | 31. OKTOBER | SEHR SPÄTER ABEND


Jacob zuckte mit den Schultern. Momentan dachte er wenig darüber nach, was er wann wie sehen würde. Gerade war er sehr locker und entspannt drauf – dank des Alkohols – und machte sich keine Sorgen um Morgen. Das tat ihm auch wirklich gut. „Werden wir ja sehen.“ Oder nicht, wenn er morgen keine Erinnerung mehr hatte und sie auch nicht vor seiner Tür stehen würde.

Jacobs Laune war jetzt jedoch wieder ganz schön gesunken. Vielleicht war es doch keine gute Idee gewesen, mit Polly zu reden… er verschränkte die Arme vor der Brust und verdrehte die Augen. „Und was muss ich daran verstehen?“ Er schüttelte den Kopf. „Vincent ist derjenige, der es gerade kompliziert macht. Nicht du und nicht ich. Wenn er keinem von uns beiden so einen Blödsinn gesagt hätte, hätten wir uns entspannt unterhalten und einen netten Abend gehabt.“ Vielleicht war das etwas zu positiv gedacht, aber im Grunde… naja, im Grunde wäre es vielleicht so verlaufen? „Er vermeidet keine Schwierigkeiten. Er macht sie.“, beharrte Jacob grummelnd und rümpfte die Nase. Da würde er wohl doch nochmal ein Wörtchen mit seinem besten Freund wechseln müssen.
Jacob nickte bloß einmal rasch. Immerhin sah sie ein, dass er ausnahmsweise mal unschuldig war. Polly hingegen war augenscheinlich ziemlich auf Streit aus. Jacob verschränkte wieder die Arme vor der Brust und sah sie ungläubig an. „Achso, klar. Dafür, dass du keine Lust auf Streit hast, bist du ganz schön… distanziert… und zickig.“

„Ich will doch gar keine Entscheidungen für dich treffen. Dieses Gespräch solltest du vielleicht lieber mit deinem Bruder führen.“, erwiderte Jacob mit gerunzelter Stirn und stöhnte auf. Er horchte auf und sah Polly irritiert an. „Du bist aufs Gegenteil aus? Was… was bedeutet das?“, fragte er unsicher nach und kam ihr dabei unbewusst einen Schritt oder zwei näher. Jacob seufzte auf und lächelte sogar ein bisschen. „Aber es ist kompliziert, Polly. Das kannst du nicht ändern… nicht von jetzt auf gleich.“
Geschrieben von Polly Preston - 11.08.2019, 18:58
jacob & polly
31. Oktober 1998, sehr später Abend
Polly kratzte sich überfordert am Hinterkopf und lächelte schief. „Das wirst du morgen sicherlich nicht mehr so sehen“, prophezeite sie, denn sie ging ganz stark davon aus, dass Jacob spätestens am nächsten Morgen gewaltig wenig Interesse daran haben würde, alternative Heilmittel von ihr höchstpersönlich vorgesetzt zu bekommen. Wahrscheinlich hätte er mit dem Ausnüchtern ziemlich schnell zu seiner alten, schlechtgelaunten Form zurückgefunden – da war sich Polly recht sicher.

Vielleicht war das sogar die leichtere Variante, denn gerade zeichnete sich ab, dass diese ganze Geschichte offenbar doch um einiges komplizierter als gehofft war – gedacht hatte es sich Polly leider schon vorher. „Ja… Wahrscheinlich schon“, gab sie Jacob Recht und fühlte sich ziemlich zwischen den Stühlen – genau das, was ja eigentlich hätte vermieden werden sollen durch all diese mehr oder weniger klärenden Gespräche. „Vielleicht musst du ihn auch verstehen“, versuchte sie ziemlich unbeholfen zu vermitteln, „das Ganze ist irgendwie… kompliziert. Und naja… Er versucht wahrscheinlich, noch mehr Schwierigkeiten zu vermeiden.“ Das Allerletzte, was Polly wollte, war, dass es ihretwegen Stress zwischen Vincent und Jacob gab, dabei fand sie ihren Bruder auch ziemlich frech – er hatte ja schon ihr gegenüber so getan, als sei sie total irrational… Dann seufzte sie. „Eigentlich nichts. Tut mir leid.“ Normalerweise war Jacob ja immer der, über den sie sich ganz gut ärgern konnte, wenn sie denn mal miteinander sprachen. Aber gerade versuchte er ja eigentlich echt, nett zu ihr zu sein. „Das war nicht so gemeint“, rechtfertigte sie sich zerknirscht weiter, „ich hab einfach keine Lust auf noch mehr Streit…“ Dabei war sie es ja offenbar gerade auch selbst, die das Gegenteil anzettelte.

„Ja, du hast Recht!“, gab sie also direkt weiter reumütig nach, „ich wollte nicht doof sein… Ich will einfach nicht, dass ihr euch streitet und außerdem habe ich keine Lust, dass ihr irgendwelche Entscheidungen für mich trefft.“ Aber sie musste zugeben, dass das wohl eher Vincent als Jacob getan hatte. „Ich bin nicht auf Streit aus. Eher aufs Gegenteil… Ich krieg es vielleicht einfach nicht so gut hin.“ Sie zuckte die Schultern. Eigentlich musste Jacob sich ja mit diesem Problem auskennen… „Tu ich nicht!“, behauptete sie nochmal und schüttelte den Kopf. „Ich versuche einfach zu erreichen, dass es nicht alles so kompliziert ist!“

Geschrieben von Jacob Byers - 07.08.2019, 22:22
is it still you and i
FOREVER?
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SOMETIMES WE LIVE ALONE
POLLY & JACOB | 31. OKTOBER | SEHR SPÄTER ABEND


Jacob hob langsam eine Augenbraue. „Ich glaub morgen bin ich über alles dankbar, was mir hilft.“ Da durfte er wahrscheinlich nicht wählerisch sein. Aber wahrscheinlich würde es eher daran scheitern, dass er erst gar nicht glaubte, dass Polly etwas kannte, was wirkte. „Du kannst mir die Sachen ja morgen vorbei bringen, wenn es dir gut geht.“, erwiderte Jacob noch scherzend und zwinkerte. Abgesehen davon, dass er das am nächsten Tag sicher nicht mehr wusste, glaubte er auch gerade nicht, dass Polly das wirklich machen würde. Sicherlich war auch sie nicht mehr ganz nüchtern und hatte diesen Spaß morgen wieder vergessen!

„Hat er nicht?“, fragte Jacob eher ironisch nach und hob eine Augenbraue. „Ich weiß nicht, was es da falsch zu verstehen gibt. Er hat es so gemeint.“, meinte er nur und zuckte mit den Schultern. Er glaubte nicht, dass er da irgendwas falsch verstanden hatte oder Vincent das nicht so gemeint hatte. „Was hab ich denn jetzt getan?“, fragte Jacob entsetzt nach und schüttelte den Kopf. Alles, worüber man sich hier gerade aufregen konnte, war ja wohl ihr Bruder. Nicht er. Ausnahmsweise hatte er doch wirklich mal nichts Blödes gesagt oder getan! Jacob verschränkte die Arme vor der Brust und kniff die Augen etwas zusammen. „Davon gehe ich auch aus. Immerhin zeigst du mir ja auch recht deutlich, dass du kein Interesse mehr an mir hast!“ Wenn Vincent sie so sehen würde, würde er seine Bedenken bei den beiden sicher schnell wieder über Bord werfen. Es war doch Glasklar, dass hier nichts mehr war…

Jacob verdrehte die Augen. Er krallte seine Hände um den Drink und hob das Glas mechanisch an die Lippen, um es in einem Zug zu leeren. Er stöhnte auf und sah Polly dann zähneknirschend an. „Findest du nicht eher, dass es andersrum ist? Ich finde mich echt verdammt nett und du bist die ganze Zeit nur auf Streit aus.“ Vorher war es immer andersrum gewesen, aber heute Abend doch ausnahmsweise mal nicht. „Du bist diejenige, die ziemlich deutlich zeigt, dass sie keinen Bock auf mich hat.“, meinte Jacob noch ernst und zuckte mit den Schultern. Er sagte mal lieber nichts dazu, ob er sie nun mochte oder nicht… es war besser, dass einfach zu übergehen.
Geschrieben von Polly Preston - 06.08.2019, 19:50
jacob & polly
31. Oktober 1998, sehr später Abend
Polly grinste schief bei Jacobs Antwort und machte eine abwinkende Handbewegung. „Ist schon gut.“ Eigentlich glaubte sie nicht einmal, dass ausgerechnet Jacob untreu sein sollte, wo er doch ewig lang in Amerika gehockt und auf sie gewartet hatte. Aber so, wie es sich zuletzt angehört hatte, lief es mit dieser ominösen Freundin ja auch nicht so toll und eigentlich gefiel Polly diese Vorstellung auch besser, wenn sie ehrlich war.

Dann zuckte sie amüsiert die Schultern. „Ich hab dich gewarnt“, meinte sie, denn Jacob ließ ja oft genug heraushängen, was er nicht so gerne mochte – auch bei Alkohol. „Ich kenne übrigens eine Menge Sachen, die gut dagegen helfen, aber von denen wirst du sicher auch nicht begeistert sein.“ Gelbwurz in Rinderfußöl, aufgesetzt bei Vollmond zum Beispiel, aber davon wollte Jacob bestimmt nichts hören.

Irgendwie dämmerte Polly nun auch, dass es vielleicht doch nicht ganz so gut war wie gedacht, dass diese alten Sachen nun raus waren. Unabhängig davon, was genau gesagt worden war, schien es ja jetzt doch Ärger zu machen. Dabei hatte Polly eigentlich gedacht, dass die Sache nun abgehakt war. Oder gehofft… Ein bisschen hatte sich ja eventuell schon vorher angedeutet, dass es so leicht nicht war. Polly biss sich auf die Unterlippe, unentschlossen, was sie machen sollte. Sie konnte Jacob verstehen, der sich über ihren Bruder aufregte, und vielleicht konnte sie auch ihren Bruder verstehen, der wahrscheinlich keine Lust auf dieses Theater hatte. Aber sie fand es frech, dass offenbar beide so taten, als sei sie nicht ganz zurechnungsfähig. „Naja… Ich verstehe, dass du dich ärgerst“, begann sie, „aber er hat es sicher nicht so gemeint. Es ist ja jetzt geklärt!“ So ganz wohl fühlte sie sich nicht in ihrer Haut, denn das letzte, was sie wollte – und auch immer gewollt hatte – war, irgendwelche Reibereien zwischen Vincent und Jacob zu provozieren… Trotzdem. „Ihr spinnt doch beide“, sagte sie dann und rümpfte die Nase, „Wie genau sollst du mir denn jetzt das Herz brechen? Ihr tut beide so, als würde ich dich eine Sekunde ansehen und sei sofort nicht mehr zurechnungsfähig! Ich kann ganz gut mit dir reden, ohne an gebrochenem Herzen zu sterben…“ Polly wollte nicht leugnen, dass bestimmte Gefühle eventuell nochmal hochgekommen waren, ja, und sie wollte auch nicht sagen, dass sie keine Schwäche dafür hätte, sich in hochdramatische, aber überaus romantische Gedanken zu verwickeln – aber das sollten diese beiden doch jetzt nicht bitte als gegeben hinstellen!

„Was? Nein!“, sagte sie dann irritiert, denn natürlich hatte sie nichts abgesprochen. Eventuell hatte Vincent aber auch Recht. Oder zumindest ein bisschen. „Man kann ja auch mit Leuten reden, ohne si direkt heiraten zu wollen“, meinte sie trotzdem, denn so war es ja zum Beispiel bei ihr in diesem Fall! Aber das traute ihr wohl niemand zu… Dann bedachte sie Jacob mit einem weiteren bösen Blick. Hatte ja ganz toll geklappt, sich nicht zu streiten. „Frag ich mich auch!“, meinte sie, „aber es liegt vielleicht daran, dass ich dich mag und ich glaube, du magst mich auch, obwohl du dir so große Mühe gibst, das nicht zu zeigen.“ Angeblich hatte sie ja Jacobs Herz gebrochen, aber klar, jetzt wurde alles wieder so verdreht, dass sie die Dumme war, die ihm ewig nachhing… „Außerdem kann ich es nicht gut aushalten, wenn jemand keinen Bock auf mich hat.“
Geschrieben von Jacob Byers - 05.08.2019, 21:20
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FOREVER?
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SOMETIMES WE LIVE ALONE
POLLY & JACOB | 31. OKTOBER | SEHR SPÄTER ABEND


Jacob verzog ein bisschen das Gesicht, als Polly ihn an seine Freundin erinnerte. Wahrscheinlich war sie das die längste Zeit gewesen. Eigentlich hatte Jacob sich so langsam an den Gedanken gewöhnt, den Schlussstrich zu ziehen. Ob er das auch wirklich mal umsetzen würde war allerdings die Sache. „Naja, das hält auch nicht alle Leute von… naja… manchen Dingen ab.“ Nicht, dass Jacob Kim je betrogen hätte. Es hatte mit Sicherheit die ein oder andere Gelegenheit dazu gegeben, wie eben auch jetzt mit Amelia. Aber die hatte er nie ergriffen.

„Naja.“, erwiderte er und verzog das Gesicht. „Ich kenne mich mit anderen Arten von Alkohol aus. Also das Zeug hier verschafft mir mit Sicherheit einen sehr üblen Morgen danach.“ Hoffentlich hatte er noch irgendwelche Mittel zuhause. Normalerweise brauchte er sowas nicht, denn normalerweise knallte der Alkohol, den er so konsumierte auch nicht so fies. „Was es auch ist… mit sowas will ich mich nicht auskennen.“

Jacob schüttelte sofort den Kopf. „Nein, nicht so und auch nicht so ähnlich.“ Sowas war garantiert nicht auf seinen Mist gewachsen. Verdammt. Jacob atmete tief durch und blähte die Nasenflügel auf. Er schüttelte erneut den Kopf und rieb sich über den leichten Bart. „Nein, das hab ich nicht gesagt.“ Jacob atmete tief durch, um sich wieder etwas zu fangen. „Hat er nicht?“, fragte er provokant nach und lachte leise auf. „Das ist echt unfassbar. Was hat er sich dabei nur gedacht?“
„Bitte? Ich hör wohl nicht richtig!“ Jacob sah Polly ungläubig an. „Ich will gar nichts bestimmen. Wir haben reinen Tisch gemacht, ich hab ihm alles von uns und der Vergangenheit erzählt und wie es jetzt ist. Da hat er mir den Umgang mit dir verboten, damit ich dir nicht das Herz breche oder was auch immer.“ Jacob verdrehte die Augen. Er wusste nicht mehr genau, warum er sich jetzt von Polly fernhalten sollte.

Als er Pollys schnippische Bemerkung hörte, fühlte Jacob sich dann aber doch an das Gespräch mit Vincent erinnert. „Wow, habt ihr euch abgesprochen?“, fragte er nun sarkastisch nach. Er nahm einen großen Schluck seines Cocktails. „Denn stimmt, wenn ich keine Gefühle mehr für dich habe, ist es ja auch kein Problem, mich fernzuhalten.“ Er äffte Vincents Stimme grummig nach und stöhnte auf. „Ich versteh nicht, warum du überhaupt mit mir redest, wenn ich eh nie Bock auf dich hab.“
Geschrieben von Polly Preston - 05.08.2019, 12:42
jacob & polly
31. Oktober 1998, sehr später Abend
Polly lachte auf. „Äh… ja… stimmt.“ Sie konnte sich nicht so genau erklären, seit wann Jacob diese Feststellung mit Humor nahm, aber es schien nicht sein erster Drink gewesen zu sein – was ihn in der Vergangenheit zwar nicht unbedingt davon abgehalten hatte, gemein zu ihr zu sein, aber naja… Wegen dieser ominösen Begleitung hob Polly eine Augenbraue. „Wollte ich auch nicht gesagt haben. Immerhin hast du eine Freundin“, erinnerte sie ihn. Sie hatte sehr lange nicht mehr darüber nachgedacht, welches Verhältnis Jacob jetzt genau zu Frauen pflegte, aber irgendwie dämmerte ihr gerade, was ihr Bruder mit ‚schwierig‘ gemeint haben könnte.

Anscheinend war Jacob wirklich betrunkener, als er aussah, und irgendwie auch betrunkener als Polly, die ja selbst nicht mehr so ganz nüchtern war. „Das nennt man Alkohol“, erklärte sie ihm, „aber damit kennst du dich ja eigentlich aus.“ Sie hob eine Augenbraue, denn sie hatte Jacob eher selten ohne Alkohol gesehen. „Vielleicht ist es auch der Saft…“ So etwas war ihm wahrscheinlich eher unbekannt.

Dafür, dass Jacob gerade noch so friedlich gewesen war, regte er sich jetzt ziemlich auf. Überrascht hob Polly die arme. „So oder so ähnlich?“, meinte sie vorsichtig, denn den genauen Wortlaut wusste sie nun auch nicht mehr so ganz und nach allem, was vorgefallen war, wollte sie ihrem Bruder nichts unterstellen. „Als hast du das nicht gesagt?“, hakte sie dann vorsichtig nach, denn so zumindest deutete sie Jacobs Worte. Einen kurzen Moment wünschte sie, das Thema nicht angesprochen zu haben, denn ihr schwante, dass sie hier gerade wieder viel zu Kompliziertes heraufbeschworen hatte. „Was?“, fragte sie dann entsetzt bei Jacobs Erklärung, „das ist doch Quatsch! Sowas hat er bestimmt nicht gesagt…“ Es dauerte einen Moment, bis diese Worte ganz zu ihr durchgesickert waren. Sie war doch keine zwölf?! Aber genau so wurde sie anscheinend behandelt! „Was redet ihr eigentlich über mich?“, fragte sie dann verärgert und rümpfte die Nase, „was soll das? Warum wollt ihr denn bestimmen, mit wem ich rede und mit wem nicht?“ Unabhängig davon, wer von beiden nun genau was gesagt hatte – das war doch nicht normal! „Ich bin kein Kleinkind, das nicht für sich selbst entscheiden kann“, sagte sie mit Nachdruck. Vincent hatte ja auch schon angedeutet, sie solle sich nicht in alles reinsteigern. Dabei war es ja anscheinend nicht sie, die die Sache nun so unnötig aufbauschte! „Und überhaupt, ist ja kein Problem für dich, denn du willst ja eh nie mit mir reden!“, sagte sie nun noch ziemlich schnippisch.
Geschrieben von Jacob Byers - 04.08.2019, 22:31
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SOMETIMES WE LIVE ALONE
POLLY & JACOB | 31. OKTOBER | SEHR SPÄTER ABEND


Jacob wusste sehr genau, dass das stimmte. Das alles entsprach gar nicht seinem Geschmack. Besonders gut gelaunt konnte er für gewöhnlich nicht mehr gut haben… aber das schien ihm gerade alles so fern, er fühlte sich so… schwerelos? Verdammt, er war echt lange nicht mehr so betrunken gewesen! „Trifft alles auf dich zu, oder?“, fragte Jacob beiläufig und lächelte dabei leicht. Das waren jedenfalls genau die Sachen, die ihn damals auch so verzaubert hatten. Und die er jetzt – komischerweise – nicht mehr leiden konnte. Als Polly auf seine Begleitung anspielte, verschluckte Jacob sich beinahe an dem süßen Cocktail. „Ehm… nein.“, erwiderte er kopfschüttelnd und wusste nicht so direkt, was er dazu jetzt sagen sollte. „Sie… ist nur eine Bekannte, da ist … nichts oder so.“ Jedenfalls von seiner Seite aus war das so.

„Doch, doch.“, beeilte er sich zu sagen und nickte. Jacob ließ sein Getränk nicht aus den Händen und nahm lieber auch noch einen Schluck, ehe nun das peinliche Schweigen die Kontrolle ergreifen konnte. Es war dumm gewesen, dieses Thema anzuschneiden. Doch Polly hatte offensichtlich doch noch was dazu zu sagen. Jacobs Augen wurden immer größer, während Polly redete und ihm lauter komische Fragen stellte. „Nein.“, antwortete er schlussendlich knapp, aber sehr betont. „Ich habe… komisch schmeckende Dinge getrunken, wie diese Cocktails. Aber ich glaub die schmecken immer so.“ Er konnte nicht sicher sagen, ob Amelia ihm irgendwas reingemixt hatte, doch dazu gab es eigentlich keinen Anlass, oder? Außerdem traute er ihr das auch gar nicht zu.

Als Polly doch noch eine Sache einfiel, stellte Jacob seinen Cocktail doch mal zur Seite. Er sah sie abwartend an und bereitete sich innerlich bereits vor. Doch was er da hörte, ließ ihm alles aus dem Gesicht fallen. „Bitte was hat Vincent gesagt?“, fragte er laut und ballte eine Hand zur Faust. „Ich fass es nicht…“ Jacob lachte leise auf und schüttelte den Kopf. „Soviel dazu, dass wir ab jetzt alle ehrlich sind, was?“ Er vergaß einen Moment, dass Polly ja gar nicht wusste, was da so gesagt worden war. Eigentlich. Was da eigentlich gesagt worden war. Jacob sah ihr fest in die Augen. „Das habe ich nie gesagt. Er … er hat mir den Umgang mit dir verboten. Ich darf dich eigentlich nicht mehr sehen, nicht mit dir sprechen, nichts.“ Jacob lächelte etwas ironisch. Bis jetzt hatte Jacob sich zwischendurch Gedanken darüber gemacht, dass er genau das tat, was er nicht sollte. Er hatte Vincent versprochen, dass er sich fernhalten würde. Aber jetzt? Er war so wütend… Vincent war so enttäuscht und wütend gewesen, hatte darauf bestanden, dass sie ab jetzt ehrlich miteinander waren. Und was machte er? Erzählte Lügen! Jacob presste die Lippen aufeinander und schüttelte den Kopf. „Ich kann nicht fassen, dass er das gesagt hat…“ Er hatte ja schon nicht glauben können, dass er ihm den Umgang mit Polly verboten hatte. Nicht, dass das bis vor Kurzem schlimm gewesen wäre. Auch jetzt war das vielleicht sogar das Beste… aber auf diese Weise fühlte sich das Alles einfach falsch an!
Geschrieben von Polly Preston - 04.08.2019, 21:58
jacob & polly
31. Oktober 1998, sehr später Abend
Polly hob überfragt die Schultern. „Naja, ich kann dir ziemlich viel von dem aufzählen, was nicht dein Geschmack ist. Ausgefallen eben zum Beispiel. Bunt, gutgelaunt –“ Polly unterbrach sich selbst. Sie hätte ewig damit weitermachen können, aber naja, sie musste sich wieder daran erinnern, dass sie nicht diejenige sein wollte, die Streit begann. Das war fast ein bisschen kompliziert, denn obwohl sie Streiten an sich hasste – sie tat es ja immerzu mit Jacob… „Wenn ich dir sagen soll, was dein Geschmack ist, müsste ich mir vielleicht mal deine Begleitung angucken“, sagte sie also beiläufig. Gerade schienen Jacobs Nerven immerhin ziemlich strapazierfähig zu sein.

Polly nickte leicht, als Jacob meinte, er wolle auch nicht zurück zu dieser Frau, mit der er hier war. Ziemlich verunsichert lachte sie auf. Irgendwie war das doch alles total merkwürdig, oder? „Okay“, sagte sie bloß und ließ das mal so im Raum stehen. Es war schon lange nicht mehr so gewesen, dass ausgerechnet sie Jacobs Lieblingsgesellschaft gewesen war. „Klar, warum nicht“, sagte sie also etwas überfordert durch diesen plötzlichen Stimmungswandel und folgte Jacob zu dem freien Tisch. Bevor sie ihr Getränk darauf abstellte, nahm sie erst nochmal einen kräftigen Schluck. „Ja… Natürlich“, antwortete sie und war nicht so redselig wie sonst. Sie kannte es aber auch nicht, dass ausgerechnet Jacob reden wollte. „Oder nicht?“, vergewisserte sie sich. Dann sah sie Jacob einen Moment lang irritiert an und lachte auf. „Weißt du… Ich habe doch mal dieses Lebensberatungs-Ding gemacht“, sagte sie wohlweislich, dass Jacob ihren beruflichen Werdegang absolut schrecklich fand, „da habe ich das auch immer so gefragt. Also das mit dem Herzen. Hast du etwas auf dem Herzen?“ Sie musterte ihn einen Moment. „Hast du irgendetwas genommen, was dir nicht gut tut?“, fragte sie dann, „Hat dir diese Frau, mit der du da bist, irgendetwas gegeben, um dich willenlos zu machen?“ Sie hob eine Augenbraue. Das hier war doch nicht normal! „Eine Sache vielleicht“, sagte sie dann doch, „du hast zu Vincent gesagt, dass du mich nicht mehr sehen und nicht mehr mit mir reden willst.“ Und das hatte Polly echt ein bisschen sauer gemacht. „Ich hab nicht den Eindruck, dass das so ist?“, fragte sie also in der Gewissheit, dass die Stimmung jede Sekunde kippen konnte.
Geschrieben von Jacob Byers - 04.08.2019, 20:57
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POLLY & JACOB | 31. OKTOBER | SEHR SPÄTER ABEND


Jacob zog die Stirn kraus und sah Polly ein wenig fragend an. Er nahm ihr den Kommentar nicht übel, sondern amüsierte sich gerade sogar fast ein bisschen darüber. Was Alkohol so mit den Menschen machen konnte, war wirklich erstaunlich. „Und welchen Eindruck hast du so, was eigentlich mein Geschmack ist?“, fragte er ein wenig schmunzelnd nach. Jacob lächelte nur, als sie sich nochmal bedankte. Er nickte und nahm ebenfalls einen Schluck seines neuen Getränks.

„Ich glaube auch eher nicht.“ Es war vielleicht besser, wenn Jacob gerade mal ein bisschen Abstand von Amelia gewann. Er hatte irgendwie nicht das Gefühl, dass sie die gleichen Absichten hatten, was den Abend anging. Aber bevor er in betrunkenem Kopf etwas falsch deutete und sich damit irgendwie zum Affen machte, tauchte er lieber einfach ab. Das konnte er lieber nüchtern klären.
„Ja, das ist es auf jeden Fall.“, erwiderte Jacob nickend und deutete auf einen Stehtisch. „Sollen wir uns… hierhin stellen?“ Schon als er es gefragt hatte, setzte er sich in Bewegung und ging die paar Schritte zu dem freien Tisch. Er lehnte sich mit dem Ellbogen auf die Platte und machte sich nicht mal einen Gedanken darüber, dass die Platte unmöglich desinfiziert sein konnte. „Ist denn zwischen uns auch alles gesagt?“, fragte Jacob nun, nachdem sie dieses Thema jetzt schon angesprochen hatten. Er sah Polly gespannt an und hielt einige Sekunden den Atem an. Er ließ leise die Luft wieder raus und fügte noch hinzu "oder hast du noch was auf dem Herzen?"
Geschrieben von Polly Preston - 03.08.2019, 15:49
jacob & polly
31. Oktober 1998, sehr später Abend
Pollys Stirn lag immer noch in Falten. Sie öffnete den Mund, um etwas zu sagen, lachte dann aber auf. Es fühlte sich fast schon ein wenig seltsam an, dass er sie nun so genau anguckte, denn immerhin taten sie sonst genau das Gegenteil und versuchten, sich gar nicht anzuschauen… oder zu reden oder sonst irgendetwas. Wobei das eher Jacobs Part war, aber Pollys Bemühungen, etwas daran zu ändern, waren bisher ja auch nicht gerade erfolgreich gewesen. „Naja… Dann danke“, meinte sie halb verlegen, halb amüsiert, „bisher hatte ich nicht den Eindruck, dass ‚ausgefallen‘ wieder dein Geschmack ist.“ Sie sah ihm kurz in die Augen, machte dann aber schnell eine abwinkende Handbewegung. Sie wollte nicht diejenige sein, die nun Streit anfing. „Jedenfalls… danke!“, wiederholte sie also nochmal schnell, „ich habe mir wirklich Mühe damit gegeben.“

Polly lachte wieder auf. Sie hob unschlüssig die Schultern. Wollte sie ihre Freundinnen suchen gehen. „Weiß nicht“, meinte sie, „ich glaub eher nicht.“ So war es doch eigentlich ganz nett… ausnahmsweise. Polly nippte an ihrem Cocktail. „Und du? Willst du deine Begleitung suchen?“, fragte sie dann, hatte aber eigentlich nicht diesen Eindruck. Das war irgendwie befremdlich und schön zu gleich und verunsicherte Polly minimal. „Auch gut, danke.“ Dann sprach Jacob allerdings Vincent an und damit auch irgendwie das letzte Gespräch, das sie miteinander geführt hatten. Auch Polly und Vincent hatten miteinander gesprochen und Polly hatte nicht das Gefühl gehabt, dass Jacob tatsächlich alles gesagt hatte. Aber sie sagte lieber nichts dazu. „Ja, ich habe auch mit ihm geredet“, antwortete sie stattdessen, „er war auch nicht mehr so sauer… Zum Glück. Ich denke, es ist jetzt auch irgendwie besser so…“ Sie hob wieder die Schultern. „Also, dass alles mal gesagt wurde…“ Dabei hatte Polly im Gespräch mit ihrem Bruder auch nicht unbedingt das Gefühl gehabt, dass tatsächlich auch alles geklärt wurde.
Geschrieben von Jacob Byers - 20.07.2019, 18:51
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POLLY & JACOB | 31. OKTOBER | SEHR SPÄTER ABEND


Jacob sah an sich runter und beäugte den langweiligen Heilerkittel ein bisschen skeptisch. Dann sah er zu Polly hoch und zuckte mit den Schultern. „Sagen wir mal so… es wird auch nicht meine neue Lieblingsbeschäftigung…“ Er lachte leise und musterte Polly dann weiter. Gerade gefiel es ihm wirklich gut, wie sie aussah. Er schüttelte den Kopf. „Nein, ich meine das ernst. Das ist vielleicht sogar das schönste Kostüm, was ich bisher gesehen habe. Es ist … ausgefallen.“ Normalerweise war ausgefallen oder bunt wirklich nicht sein Ding. Nicht mehr. Aber gerade – so in betrunkenem Zustand – fand er das wirklich niedlich.

Normalerweise schmeckten Jacob solche Getränke wirklich nicht. Doch diesen Punkt hatte er längst überwunden. Sein noch nüchternes Ich von vor ein paar Stunden hatte Recht gehabt: Je betrunkener man wurde, desto besser schmeckte diese süße Plörre auch. Gerade fand er die süßen Cocktails sogar richtig gut. Sie knallten zwar ordentlich, weil man den Alkohol nicht schmeckte, aber gut… war vielleicht besser so. Anders hätte Jacob es nicht bis hierher gebracht.

„Willst du sie suchen gehen?“, fragte Jacob vorsichtig nach und sah sie gespannt an. Er lächelte etwas und nickte. „Ja, wirklich.“ Sein Lächeln breitete sich zu einem Schmunzeln aus. „Mir geht’s ganz gut soweit und dir?“ Jacob presste die Lippen aufeinander und wurde dann ein bisschen ernster. „Ich hab mich wieder mit Vincent vertragen … er … weiß jetzt eigentlich alles. Und wie sieht es bei dir und ihm aus? Habt ihr nochmal reden können?“ Jacob dämmerte ein bisschen, dass er Polly eigentlich nicht mehr wiedersehen durfte, aber gerade kümmerte er sich darum nicht wirklich. Er hatte es eh doof gefunden… außerdem redeten sie ja nur nett. Das hatten sie ewig nicht hinbekommen.
Geschrieben von Polly Preston - 15.07.2019, 16:23
jacob & polly
31. Oktober 1998, sehr später Abend
Polly war so ziemlich auf alles gefasst aber gar nicht mal so sehr darauf, dass Jacob ausnahmsweise mal freundlich zu ihr sein könnte. Natürlich war er zuletzt anders zu ihr gewesen als sonst, aber auch nicht unbedingt so, als würde er das Gespräch mit ihr besonders gern führen. Und angelächelt hatte er sie gefühlt seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr nicht mehr...

Etwas irritiert über diese Reaktion zog Polly automatisch die Stirn kraus, bevor sie schnell versuchte, ihre Gesichtszüge zu entspannen. "Ich hätte nicht gedacht, dass du dich besonders gerne verkleidest", meinte sie dann, obwohl seine Kostümierung nun nicht gerade besonders ausgefallen war. Aber im Vergleich zu dem, was er sonst so trug... Bei seinem Kompliment lachte sie auf. "Seit wann magst du bunt?", wollte sie wissen, "willst du dich irgendwie über mich lustig machen?" Sie hob eine Augenbraue. Immerhin war das doch eigentlich das, was Jacob besonders an ihr aufregte, oder? Dass sie bunt war und irgendwie auch in ihrer eigenen Seifenblase lebte - hatte er ihr das nicht zuletzt noch vorgeworfen? Aber eigentlich - und da war Polly sich fast sicher - war es wahrscheinlich auch genau das, was er an ihr gemocht hatte, auch wenn er es jetzt nicht mehr zugeben konnte, weil er dazu einfach viel zu verklemmt und engstirnig geworden war.

"Ah, okay", erwiderte Polly einigermaßen verblüfft auf seine Antwort hin. "Ich kenne Lexie... Und ich bin einfach nur hier, weil ich Halloween mag!" Sie lächelte. Wenn sie Jacob genauer betrachtete, schien er ihr vielleicht auch echt nicht mehr ganz nüchtern zu sein. "Äh... Ich glaub nicht, dass dir das schmeckt", warnte sie ihn vorsichtig vor, denn zuletzt hatten sie sich ja auch noch wegen Pollys billiger Alkoholvorliebe in den Haaren gehabt. Vielleicht aber auch, weil sie sich gefühlt immer über alles stritten. Etwas verwundert schaute sie ihm hinterher, während er zu Bar ging, und zuckte die Schulltern. Ihr sollte es ausnahmsweise mal recht sein, wenn er keine Streitgründe fand... "Ich bin hier mit ein paar Freundinnen, aber ich hab sie irgendwie verloren. Ist viel los hier", antwortete sie einige Augenblicke später, als Jacob wieder vor ihr stand. Er wiederholte sein Kompliment und dieses Mal klang Pollys Lachen verlegener, weil er es ja irgendwie doch ernst zu meinen schien. "Findest du? Danke", meinte sie dann, "du auch." Polly musterte ihn einen Moment, aber irgendwie sah es gerade nicht so aus, als wollte er so schnell wieder gehen. "Und... wie gehts dir so?", fragte sie also nach.
Geschrieben von Jacob Byers - 14.07.2019, 13:36
is it still you and i

FOREVER?
WETHER YOU LIKE IT OR YOU DON’T
SOMETIMES WE LIVE ALONE
POLLY & JACOB | 31. OKTOBER | SEHR SPÄTER ABEND



Obwohl Jacob anfangs noch Angst um seinen Ruf gehabt hatte, war davon nun nichts mehr zu spüren. Er hatte mittlerweile doch schon gut einen im Tee und war nun sogar auf dem Weg, noch eine Runde Alkohol zu besorgen. Selbst das billige Zeug, was als Champagner ausgegeben wurde, schmeckte ihm jetzt. Und auch die bunten Cocktails mit Papierflamingos, Sonnen, Schirmchen oder was die Bar eben sonst noch in Petto hatte, fand er irgendwie witzig. Er schob sich gut gelaunt durch die Menge und steuerte wieder die Bar an, an der er schon den ganzen Abend die Getränke besorgt hatte. Auch die ganzen bunten und verrückten Kostüme fielen ihm fast nicht auf oder wenn, dann fand er sie sogar niedlich…

Als er plötzlich angesprochen wurde, sprang ihm das bunte Kostüm ins Blickfeld. „Polly?“, fragte Jacob etwas verdutzt und irgendwie erfreut zugleich. Sie hatten sich nun seit diesem emotionalen Gespräch nicht mehr wieder gesehen und eigentlich sollte es wohl ziemlich komisch sein. Eigentlich sollte Jacob sich auch von Polly fernhalten und sie nicht mehr sehen, geschweige denn mit ihr reden. Doch all das kam ihm weit, weit entfernt vor. Er lächelte ihr entgegen und sah an sich runter. „Ach, das ist doch nichts Besonderes, aber danke.“, meinte er abwinkend und deutete auf ihr Kostüm. „Du siehst toll aus, richtig … bunt, wow!“ Jacob schmunzelte etwas verschmitzt und hatte in diesem Moment sein Vorhaben schon ganz vergessen: Getränke für sich und seine Begleitung besorgen.

„Eine Bekannte hat mich mitgenommen.“, erklärte er und zuckte mit den Schultern. „Und was machst du hier?“, fragte er sie ebenfalls und deutete auf ihren Cocktail. „Ich organisiere mir auch mal noch einen davon.“ Jacob schob sich die letzten Meter bis zur Bar und holte einen Cocktail. Für sich. Nichts für Amelia. Er ging damit zu Polly zurück und prostete ihr zu. „Und mit wem bist du hier?“, fragte er dann neugierig nach. Sein Blick wanderte nochmal über ihr auffälliges Kostüm. „Du siehst wirklich gut aus.“, meinte er nochmal ernster und lächelte ihr zu.
Geschrieben von Polly Preston - 12.07.2019, 23:06
jacob & polly
31. Oktober 1998, sehr später Abend
Polly war ein großer Fan von Halloween, da man da so wirklich alles rauslassen konnte – klamottentechnisch. Und das musste aus ihrem Mund schon etwas heißen, immerhin war sie nicht gerade bekannt für ihren zurückhaltenden, gedeckten Kleidungsstil. Aber an Halloween konnte man tonnenweise Glitzer auftragen und funkeln und schillern, so wie Polly es auch tat. Sie hatte sich ein superaufwändiges Paradiesvogel-Kostüm genäht –mit ihrem Job lief es gerade nicht so und da hatte sie viel Zeit für solche Dinge, was ein großer Vorteil an ihrer Tätigkeit war – und sie war mindestens in alle Farben des Regenbogens gewandet. Zugegeben, am Anfang des Abends hatte sie tatsächlich mal besser ausgesehen, jetzt hatte sie schon ein oder zwei Sektchen konsumiert und ein paar von diesen bunten Schnäpsen, die so unglaublich süß waren. Polly stand an der Bar und beäugte sie nun näher, weil sie sich nicht so recht zwischen all den bunten Getränken entscheiden konnte, als der Barkeeper ihr anbot, aus allen zusammen einen Cocktail zu mischen, was Polly für eine mindestens grandiose Idee hielt. Während sie wartete und sich ihren pinken Lippenstift, der sich furchtbar mit ihren Haaren biss, auftrug, schaute sie sich ein bisschen um.

Sie griff nach ihrem Drink und bedankte sich mit ihrem strahlendsten Lächeln für die niedlichen bunten Schirmchen darin, als sie plötzlich jemanden zur Bar vordringen sah, der ihr ziemlich bekannt vorkam – Jacob? Was hatte der denn da an? Polly kniff die Augen zusammen, um sein Kostüm genauer beäugen zu können. Zum Glück war sie nicht mehr ganz nüchtern, denn so konzentrierte sie sich viel mehr auf sein wenig einfallsreiches Kostüm als auf die Tatsache, wie sie zuletzt auseinander gegangen waren und dass sie irgendwie gar nicht so recht wusste, wie sie reagieren sollte, denn offenbar hatte Jacob sie nicht erkannt und würde in wenigen Sekunden geradewegs an ihr vorbeikommen, was sicherlich ein reichlich unangenehmer Moment werden könnte. Aber an das alles dachte Polly nicht und so war sie irgendwie überrascht, als sie sich plötzlich gegenüberstanden. „Hi Jacob“, sagte sie und erst in diesem Moment dämmerte es ihr, dass sie vielleicht noch weniger als sonst wusste, wie sie mit ihm umgehen soll, da irgendwie nie so ganz klar war, ob er freundlich sein wollte oder ausrastete und ob er an gebrochenem Herzen litt oder viel eher kein Herz besaß. Tatsache war, dass man vorsichtig sein musste. „Ähm… nettes Kostüm“, sagte sie und lächelte unsicher. Sie war sich nicht mehr so ganz sicher, wie sie verblieben waren, aber wenn sie sich nicht täuschte, hatte Jacob gesagt, er würde gerne mal wieder mit ihr reden? Wobei er sicherlich nicht mehr mit ihr reden wollte, wenn sie ein Paradiesvogel-Kostüm trug… „Was machst du hier? Mit wem bist du unterwegs?“, erkundigte sie sich unverfänglich, wollte aber eventuell herausfinden, ob er mit seiner Freundin hier war, die man eigentlich nie zu Gesicht bekam und für die er offenbar auch nicht besonders viel übrig hatte.

Geschrieben von Vincent Preston - 26.06.2019, 19:37
Edward & Vincent
Happy Hour
31.10.1998


„Du kennst Jacob?“, fragte Vincent, als sie das feststellten, „man merkt immer wieder, wie klein die Zauberwelt doch ist!“ Vincent grinste schief. „Jacob und ich waren schon in Ilvermorny beste Freunde. Und wohnen hier zusammen in London, seit Jacob hier ist!“ Eigentlich war das ja eine tolle Sache, doch momentan war Vincent nicht so gut auf seinen besten Freund zu sprechen. „Ich verstehe es auch nicht“, sagte er genervt, „Bisher habe ich noch nicht wieder darüber mit ihnen gesprochen, sondern war die ganze Zeit bei Sevilla! Aber natürlich möchte ich irgendwann wieder mit ihnen reden… ich möchte wenigstens versuchen zu verstehen, warum sie mir das so lange verschweigen mussten.“ Es tat gut, dass Vincent das jetzt mal erzählt hatte. Doch er wollte am liebsten auch nicht weiter darüber reden und die Stimmung an diesem Partyabend weiter in den Keller ziehen. Jetzt wo er endlich Edward für sich hatte, wollte er lieber die Zeit mit ihm genießen.

Deswegen bewegten sie sich jetzt auch auf die Tanzfläche. „Ich bin sicher, das sieht gut bei dir aus“, ermutigte Vincent noch, bevor sie loslegen. Dann zog er jedoch kurz einen Schmollmund. „Du weißt gar nicht, wie gut ich Ballett kann! Die Leute wären beeindruckt“, sagte er gespielt gekränkt. Er hatte aber natürlich nicht vor, Edward hier zu blamieren oder gesteigerte Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Stattdessen wollte Vincent einfach nur Spaß haben. Er tanzte ausgelassen mit Edward und versuchte, alle Sorgen für den restlichen Abend zu verdrängen. Die beiden hatten eine ziemlich gute Zeit zusammen und wie immer, wenn Vincent mit Edward zusammen war, ging es ihm gleich viel besser. Deswegen war der Abend auch letztendlich viel zu schnell zu Ende. Jedoch entwickelten die beiden leicht angetrunken noch den Plan, gemeinsam einen Tanzauftritt einer gemeinsamen Freundin zu machen. Daher sahen sie sich in den auf die Party folgenden Wochen fast täglich zum Proben und lernten sich dadurch noch viel besser kennen.

Ende.
Geschrieben von Edward Wilkinson - 21.06.2019, 19:53
Happy Hour
Vincent Preston & Edward Wilkinson | 31. Oktober


„Ich danke dir und damit hast du auch vollkommen Recht.“ Edward war auch wirklich ein bisschen stolz auf sich und Lexie. Das war eine tolle Party und die meisten Gäste hatten Spaß. Edward selber auch. Vincent wohl nur teilweise und das tat ihm irgendwie ziemlich leid. Deswegen war es nun auch seine Pflicht das zu ändern! Edward war sich gar nicht mehr so sicher, in welchen Wohnverhältnissen Vincent wohnt und ob sie darüber schon gesprochen haben. „Okay.“, meinte er und nickte. Mehr sagte er aber nicht, denn er wollte Vincents Erzählung nicht weiter unterbrechen. Allerdings stutzte Edward bei dem Namen Jacob. Er kannte auch einen Jacob, der etwa in ihrem Alter war und auch auf die Zaubererschule von Vincent gegangen war… Zufall? „Jacob Byers?“, fragte er vorsichtig nach. Er selber war mit Jacob befreundet und schätzte ihn gar nicht so ein. Aber das hatte Vincent wohl auch nicht gedacht. Edward dachte aber auch gar nicht daran, dass zwischen den beiden Freunden noch was laufen würde und wenn, dann wäre das, zumindest bis jetzt, Vincents gutes Recht gewesen. „Aber ich verstehe nicht, warum sie nicht mit dir geredet haben. Ich meine, wäre da nur ein Kuss gewesen oder sowas, damals in der Schule, dann könnte ich noch verstehen, dass das wirklich nur eine Lappalie wäre. Aber das ist ja wirklich mehr. Hast du nochmal mit einem der beiden darüber gesprochen?“, fragte er nach. So ganz schlüssig war ihm das nämlich nicht und ihn würde das an Vincents stelle ziemlich interessieren. Der Versuch Vincent ein bisschen zu trösten, schien auch Früchte zu tragen.

Edward war aber ganz froh, dass der Amerikaner von sich aus von dem ernsten Gespräch wieder in eine fröhlichere Art kam. Als er erklärte, warum er keine Standardtänze an diesem Abend tanzen würde, lachte Vincent. Edward grinste verlegen und zuckte mit den Schultern. „Dann bin ich aber gespannt, wie ‚ganz normal tanzen‘ bei dir aussieht. Ich wackle dabei immer nur ein bisschen hin und her…“ Vielleicht hob er auch hin und wieder die Arme, aber dabei sah er wahrscheinlich eher so aus, wie ein ertrinkender Hund. Kaum hatte er fertig geredet, zog Vincent ihn auch schon auf die Tanzfläche und zeigte ihm genau, was er mit ‚ganz normal tanzen‘ meinte. Wow, sah das bei ihm heiß aus. „Pah, dann kenne ich dich für fünf Minuten nicht mehr, bis ich zur Bar gegangen bin und mir einen Schnaps besorgt habe!“ Die Vorstellung fand Edward aber tatsächlich nicht so toll, wenn Vincent anfing krass zu tanzen und ihn dann auch noch antanzte. Zumindest in dieser Gesellschaft und an diesem Abend wäre es ihm auf jeden Fall zu viel des Guten. Edward tanzte ebenfalls zur Musik, musste sich aber mit einem letzten großen Schluck noch ein bisschen Mut antrinken. „Oh ja, die Musik finde ich auch echt super!“, das war allerdings nicht sein Verdienst. Lexie hatte sich um die Musik gekümmert. Edward kannte sich damit nicht soo gut aus. Aber das hatte sie wirklich super gemacht! Dass Vincent etwas distanzierter war, als im Iron fiel auch auf. Edward ging es da aber nicht anders. Mit Vincent zusammen zu sein, fühlte sich echt gut an, aber dafür, dass sie nun das dritte Mal aufeinander treffen, war es irgendwie doch zu früh. Davon abgesehen, dass es Edward sowieso irgendwie zu schnell ging, er aber auch gar nicht wirklich etwas dagegen tun konnte. Sein Kopf kam da nur einfach absolut nicht hinterher, denn es bestand schließlich immer noch die Gefahr, dass Edward mit Vincent in sein Unglück rannte. Zumindest dachte das sein Kopf. Er grinste den Amerikaner verschmitzt an und drehte sich zur Musik einmal im Kreis. Die Stimmung war auch richtig gut. Morgen würde er sicher einen Kater haben. Zum Glück hatte er sich noch einen Trank vorbereitet, der da ein bisschen gegen half.

Nun griff Edward aber doch nach Vincents Hand und hob sie, damit auch er sich im Kreis drehen konnte. Anschließend ließ Edward seine Hand allerdings wieder los und bewegte sich weiter zur Musik.
Geschrieben von Vincent Preston - 15.06.2019, 22:00
Edward & Vincent
Happy Hour
31.10.1998


Vincent lächelte noch einmal über die Versprechungen des Gastgebers und freute sich darauf, den restlichen Abend nur mit Edward zu verbringen. „Naja, ich würde sagen, die tolle Party hier ist ja Resultat genug deiner Aktionen der letzten Wochen“, antwortete er, weil Edward meinte, bei ihm wäre zuletzt nicht viel losgewesen. Vincent fand Partyplanung auf jeden Fall erfreulicher als das, was er selbst zu erzählen hatte. „Nein, ich wohne mit meinem besten Freund zusammen“, beantwortete er zunächst Edwards Frage. Hatte er das noch gar nicht erzählt? Er seufzte bei Edwards zweiter Frage und überlegte kurz, wie er das jetzt am besten erklären sollte. „Das zwischen den beiden hat wohl schon in Ilvermorny angefangen zu Schulzeiten. Damals waren sie wohl verknallt ineinander und naja… sie haben es mir nicht gesagt, weil ich damals ins Jacob verknallt war“, erklärte er und hoffte, dass Edward das jetzt nicht zu seltsam fand, wo er ja auch gerade erst erfahren hatte, dass Vincent mit Jacob zusammenwohnte. Das konnte man jetzt auch komisch auffassen. „Auf jeden Fall war das aber vor 13 Jahren!!“, beeilte er sich daher zu betonen „und dieses Thema ist schon SEHR lange zwischen Jacob und mir durch. Ich meine, ich war dann auch 8 Jahre in einer Beziehung und es glaubte wohl niemand mehr, dass ich immer noch hinter Jacob her wäre…“ Er verdrehte die Augen. „Dennoch lief die Sache zwischen den beiden wohl die ganze Zeit weiter und das noch bis heute irgendwie…“, erklärte er weiter und biss auf seine Unterlippe, „das ist total seltsam für mich. Die beiden sind neben Sevilla die wichtigsten Personen in meinem Leben und offenbar ging es ihnen so viele Jahre lang aus diesem Grund schlecht und ich wusste überhaupt nichts davon… das bestürzt mich wirklich! Und ich fühle mich auch echt hintergangen“ Vincent sah hinunter auf seinen Arm, wo Edward ihn streichelte, und dann wieder leicht lächelnd auf in Edwards Gesicht. Es tat gut, wie Edward ihm zuhörte und ihn verstand und ihn trösten wollte. „Ich verstehe einfach nicht, warum sie mich so viele Jahre lang angelogen haben und was sie von mir denken… dass ich ihnen ihr Glück versauen würde oder so etwas…“, sagte er noch mit einem Schnauben. Es tat gut über diese Sachen mit Edward zu sprechen. Vincent legte seine freie Hand an Edwards Wange, streichelte ihn dort kurz und sah intensiv mit einem dankbaren Blick in Edwards Augen. Obwohl es gerade um etwas ganz anderes ging, ließ Edwards Art ihn zu trösten, Vincents Herz höher schlagen.

Als es dann ums Tanzen ging, freute Vincent sich zunächst, dass Edward einem Tanz sofort zustimmte. Doch als Edward sich dann so umfangreich weiter erklärte, musste Vincent etwas lachen. „Du bist ja süß“, sagte er ein wenig neckend, „Natürlich ist das okay! Denkst du, ich kann nur Standardtänze? Ich kann auch ganz normal tanzen, keine Sorge!“ Er zwinkerte ihm einmal zu. Dann zog er Edward an der Hand mit sich auf die Tanzfläche. „Wenn du nicht lieb zu mir bist, vielleicht blamiere ich dich dann aber doch“, scherzte er dann, „Ich könnte plötzlich eine Ballett Einlage hinlegen oder sowas!“ Er wollte Edward noch ein bisschen wegen seiner Bedenken necken, fing dann aber an, einfach einzeln zur Partymusik zu tanzen. Natürlich sah jedes Tanzen bei Vincent immer ein bisschen professioneller und krasser aus als bei Leuten, die nicht Tänzer waren. „Die Musikauswahl auf deiner Party gefällt mir auch echt gut“, sagte er, während er weiter tanzte. Er traute sich jetzt nicht, Edward näher anzutanzen. Natürlich hatten sie schon im Iron zusammen getanzt und eben hatten sie auch hier auf der Party Händchen gehalten, aber Vincent war sich nicht sicher, wie viel Öffentlichkeit hier für Edward auf seiner Party okay war. Immerhin lernten sie sich gerade erst kennen.
Geschrieben von Edward Wilkinson - 13.06.2019, 21:25
Happy Hour
Vincent Preston & Edward Wilkinson | 31. Oktober


Es war wirklich süß, wie Vincent Edwards Hand hin und wieder sanft drückte. Er selber konnte auch nicht aufhören zu lächeln und zu grinsen. Irgendwie machte ihn die Anwesenheit des Amerikaners einfach glücklich und das wollte er auf keinen Fall wieder hergeben oder gar versauen. „Ja, nagel mich ruhig darauf fest. Ich glaube aber nicht, dass das nötig sein wird.“ Und er hoffte es auch wirklich nicht.

Edward grinste ziemlich breit, als er Vincents schmollendes Gesicht sah. Er schien ganz froh darüber zu sein, dass ihn noch niemand ‚sexy‘ genannt hatte. Es gab Edward das Gefühl, dass er gute Chancen bei Vincent hatte. Und auch das machte ihn wieder glücklich. Auch wenn er in seinem Leben schon einige One-Night-Stands hatte, das Gefühl einer Schwärmerei und des Verliebt seins konnte man einfach nicht übertrumpfen. Edward fand es toll und er freute sich für jeden, der oder die einen Partner gefunden hatte, der passt. Er nickte darauf, dass Vincent meinte, dass er viel mit den Vorbereitungen zu tun hatte. „Das stimmt. Deswegen habe ich dir leider gar nicht so viel zu erzählen.“ Es war wirklich nichts Aufregendes passiert. Bei Edward schien im Gegensatz einiges los zu sein und er fragte sehr gern danach. Vincent konnte ihm auch gerne sagen, wenn er nicht darüber reden wollte. Das war natürlich auch total verständlich. Aber er erzählte ein bisschen was. Das hatte auch schon sehr viel mit Vertrauen zu tun und das freute Edward. „Oh…“, antwortete er und hörte weiter zu. „Das heißt du wohnst mit deiner Schwester zusammen?“ Er sprach weiter und für Edward drängte sich eine Frage ziemlich in den Vordergrund. „Weißt du, warum sie dir nichts davon erzählt haben? Gibt es dafür einen bestimmten Grund?“ Den musste es doch geben, oder? Ansonsten würde das doch keinen Sinn machen, einer geliebten Person etwas nicht zu verraten? Aber Edward kannte die Familienverhältnisse nicht und er würde sich darüber auch keine definitive Meinung bilden können. „Ich verstehe dich total. Da wäre ich auch enttäuscht. Irgendwie… hat das einen Nachgeschmack davon, als würden sie dir nicht vertrauen. Klar tut das weh.“, meinte er mitfühlend und strich ihm über den Arm. Diesmal gar nicht mit einem flirtenden Hintergedanken, das fände er unangebracht. Es war eher eine tröstende Geste.

Er nippte an seinem Cocktail und war sehr froh darüber die Barleute angestellt zu haben. Sie machten ihre Arbeit wirklich super. Vielleicht musste er doch mal ins Burren gehen. So oft war er dort nämlich nicht. Er fand den Pub eher etwas… schäbig und fühlte sich dort eher fehl am Platz. Das erste Mal war er dort aber auch mit Lexie in einer ganz miesen Stimmung. Deswegen musste der dem Laden wohl nochmal eine Chance geben. Als Vincent nach einem Tanz fragte grinste Edward breit. „Hättest du nicht gefragt, dann hätte ich es dir sogar ganz von selber angeboten. Aber unter der Bedingung, dass ich heute so rumwackeln darf, wie ich will. Auch wenn ich das auch etwas albern finde. Aber ich möchte mich vor den ganzen Leuten nicht blamieren…“ Das war Edward wirklich wichtig. Im Iron war ihm das egal, da kannte er die meisten Leute nicht. Hier war das anders und er wollte nicht seine nicht vorhandenen Standard-Tanzkünste präsentieren. „Ist das okay für dich?“, fragte er und hoffte, dass Vincent das irgendwie nachvollziehen konnte.
Geschrieben von Jacob Byers - 11.06.2019, 19:48
don’t stop me now
TONIGHT I’M GONNA HAVE MYSELF A REAL GOOD TIME
I FEEL ALIVE AND THE WORLD I’LL TURN IT INSIDE OUT
AND FLOATING AROUND IN ECSTASY SO DON’T STOP ME NOW
AMELIA&JACOB | 31. OKTOBER


„Ich bezweifle fast, dass sie guten Stoff hier haben.“, erwiderte Jacob mit einem amüsierten Grinsen und zuckte mit den Schultern. Er nippte nochmal an dem süffigen Getränk und seufzte. „Aber noch drei hiervon und es ist mir wahrscheinlich auch egal.“ Eigentlich betrank er sich ja nicht gerne in der Öffentlichkeit. Aber auf diesem Event würde wohl keine Presse anwesend sein. Außerdem würde es ihm mal wirklich gut tun, etwas lockerer zu sein. Vor allem nach dem ganzen Drama mit Vincent – von Polly wollte er gar nicht erst anfangen oder daran denken – war das sicher nicht verkehrt. Und so richtig überstanden war es auch noch nicht. Das war schon das zweite krasse Drama in der Freundschaft, aber diesmal gingen sie damit reifer und besser um als beim ersten Mal. Deswegen war Jacob auch zuversichtlich, dass wieder alles normal werden würde. Dennoch war es momentan noch ein wenig angespannt zwischen den Freunden.

Jacob rümpfte die Nase und sah sich prüfend um. „Ich hoffe nicht.“, erwiderte er ehrlich und schüttelte den Kopf. Er war ganz froh darüber, dass es hier anders war als in Amerika. Hier ging es gesitteter zu. Zwar auch nicht zu hundert Prozent nach seinem Geschmack, aber dennoch tausend Mal besser. Jacob grübelte einen Moment und grinste ein wenig. „Am schlimmsten sind eigentlich die Frauen, die in Dessous und Hasenohren auf die Straße gehen. Und Overknee-Stiefeln. Die sollen Hasen darstellen, aber … ja.“ Jacob verdrehte die Augen. Sie waren eben eigentlich nur nuttig aussehende Mädels mit Hasenohren. „Ich habe auch einmal eine Eva gesehen. Die hatte sich wirklich nur Blätter vor … gewisse Stellen gepappt. Das war auch wirklich verstörend.“ Einerseits konnte man wohl das Selbstbewusstsein dieser Frauen bewundern, aber am Ende des Tages waren sie einfach nur billig. Und keinesfalls sexy oder cool. Jacob schüttelte nochmal den Kopf. „Ich hoffe sehr, dass mir sowas heute Abend nicht unter die Augen kommt.“
Als er gefragt hatte, warum Amelia mit ihm hier war und nicht mit ihren Freunden, hätte er sich die Antwort vielleicht schon denken können. Aber da Jacob selbst keine Absichten hatte, unterstellte er wohl auch ihr keine. Er hob überrascht eine Augenbraue, als Amelia dann aber auch sehr direkt sagte, dass sie lieber mit ihm hatte gehen wollen. „Mir war nicht bewusst, dass ich eine so gute Gesellschaft bin…“, erwiderte Jacob ein wenig überfordert und prostete Amelia einfach nochmal zu. „Aber es freut mich natürlich.“ Er lächelte etwas und leerte dann in wenigen Zügen sein Getränk.

In letzter Zeit hatte Jacob vermehrt Leuten erzählt, wie es wirklich um seine Beziehung stand. Bisher hatten das nur seine Cousine und Vincent wirklich gewusst. Jetzt hatte er es auch Polly schon gebeichtet. Und nun auch noch Amelia. Langsam war es wohl wirklich klar: Die Beziehung musste nur noch offiziell beendet werden, eigentlich war sie bereits tot. „Es ist nicht so, als würde ich darunter leiden, aber das kann wohl nicht verkehrt sein.“ Jacob grinste kurz, ehe es ihm wieder verging und er die Lippen schürzte. Er hatte früher gerne getanzt und gerne damit angegeben. Das hatte er lange nicht mehr gemacht, aber er war sich fast sicher, dass er die Schritte nicht verlernt hatte. Jacob hielt diese grimmige Pose ein bisschen, griff dann aber nach Amelias Hand und drehte sie einmal um ihre Achse, ehe er sie an sich ranzog. „Früher leidenschaftlich gerne, heute vielleicht etwas eingerostet.“
Geschrieben von Vincent Preston - 10.06.2019, 22:54
Edward & Vincent
Happy Hour
31.10.1998


Nachdem die Party zuvor so stressig gewesen war, war Vincent jetzt wirklich froh, bei Edward zu sein. Sie hatten sich noch gar nicht oft getroffen, doch Vincent fühlte sich einfach wohl in Edwards Nähe. Sie konnten sich super gut unterhalten, waren auf einer Wellenlänge, konnten zusammen lachen und außerdem fand Vincent Edward auch wirklich attraktiv. Vincent hatte sich seit Jahren für keinen Mann wirklich begeistern können, doch bei Edward war das definitiv anders. Dass Edward ihm so frei heraus Komplimente machte und wie locker und flirty es zwischen ihnen lief, ließ Vincents Herz flattern. „Dann freut es mich, wenn ich deine Vorstellung treffen konnte…“, antwortete er schmunzelnd und lächelte Edward an. Er drückte dessen Hand in seiner noch einmal sanft. Und er konnte nicht aufhören, in Edwards Augen zu schauen. „Das klingt sehr vielversprechend“, antwortete Vince, „auf dieses Versprechen werde ich dich festnageln, falls du doch Anstalten machen solltest abhauen zu wollen…“

Als nächstes zog Vincent kurz einen Schmollmund. „Das hoffe ich doch!!“, antwortete er ein wenig besitzergreifend und tadelnd, weil Edward meinte, ihn habe heute sonst noch niemand sexy genannt. Natürlich wusste Vincent, dass er keine offiziellen Besitzansprüche auf Edward stellen durfte. Doch es würde ihn schon stören, wenn Edward hier noch mit jemand anderem flirten würde. Vincent trank einen weiteren Schluck von seinem Cocktail und hörte Edward aufmerksam zu. „Mit den Partyvorbereitungen hattest du ja sicherlich auch mehr als genug zu tun“, antwortete er dann lächelnd. Danach fragte Edward näher nach Vincents letzten zwei Wochen nach und der Apotheker seufzte kurz. „Ich hatte ziemlichen Streit mit meinem besten Freund und meiner Schwester… deswegen bin ich auch zu Hause aus meiner WG ausgezogen und wohne zur Zeit bei Sevilla“, erklärte er. Die hatte Edward ja gerade erst kennengelernt. Sevillas und Vincents Leben schien ein einziges Drama zu sein. „Ich habe zufällig herausgefunden, dass mein bester Freund und meine Schwester wohl anscheinend seit der Schulzeit irgendwie etwas miteinander am laufen hatten…“, erzählte er und rümpfte die Nase, „und es war ihnen sogar ziemlich ernst! Aber mir haben sie NIE was davon gesagt… das hat mich echt extrem sauer gemacht und sehr enttäuscht…“ Vincent zuckte leicht mit den Schultern. „Ich habe mich jetzt schon wieder etwas beruhigt und mit beiden nochmal geredet, aber ich fühle mich echt hintergangen von zwei so wichtigen Menschen… kannst du das verstehen?“, er sah Edward kurz etwas betreten an.

Vincent wollte aber auch nicht die ganze Stimmung verderben. „Tanzt du eine Runde mit mir, wenn wir den Cocktail ausgetrunken haben?“, fragte er daher nun schnell um wieder etwas Erfreulicheres anzusprechen und sah mit einem tiefen, bittenden Blick in Edwards Augen.
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